WM 2010

Dienstag, 13. Juli 2010

Irritierende Momente des Lebens

Heute: auf die Straßen gehen ohne sich fragen zu müssen, ob das Summen einem bösartige Hornissenschwarm oder einer der zahlreichen Live-Übertragungen aus einem südafrikanischen Fußballstadion zuzordnen ist.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Gesunde Ernährung

Eine gesunde Ernährung ist für den Leistungssportler unerlässlich. So trägt einen der Genuß elf frisch gepresster Orangen bis ins Finale einer Fußball-Weltmeisterschaft.

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Montag, 5. Juli 2010

Ein paar Adjektive (in dt. Übersetzung)

dynamisch
fantastisch
geschmeidig
herrlich
innovativ
jung
kunstvoll
offensiv
perfekt
schnell
sexy
sinnlich
spektakulär
sympathisch
wunderbar
zielstrebig

Freitag, 2. Juli 2010

Warten auf Argentinien

Als Fußballfan rechne ich immer mit dem Schlimmsten. Im übrigen Leben ist das anders. So lange ich glaube, noch irgendetwas tun zu können (und das glaube ich eigentlich immer), so lange rechne ich damit, dass es gut geht. Vielleicht anders als gedacht, aber gut.

Aber darin liegt der Reiz des Fußballs. Die Emotionen kochen höher, gerade weil man auf die Ursache keinen Einfluss nehmen kann (weswegen Fans ihre Mannschaft sinnloserweise im Stadion anfeuern - und ganz ehrlich: wir Spinner tun das auch vor dem Fernseher, oder?)

Von daher erwarte ich, dass wir morgen gegen Argentinien ausscheiden. Auch wenn ich nicht unbedingt damit rechne.
Denn im Vergleich zu 2006 ist die deutsche Mannschaft besser, die argentinische aber vielleicht einen kleinen Tick schwächer als damals - anfälliger im Mittelfeld und in der Defensive.
Außerdem muss man dem Team um Schweinsteiger, Friedrich, Özil und Müller nach den bisherigen Auftritten wohl so ziemlich alles zutrauen. Auch und gerade gegen Argentinien.

Außerdem ist dieser kleine Witz ja auch einfach zu schön, um nicht wahr zu sein:

'Treffen sich ein Italiener, ein Engländer und ein Franzose am Flughafen. Sagt der Engländer: "Lasst uns noch auf den Argentinier warten!"'

Freitag, 25. Juni 2010

Die italienische Rechnung

Der Kellner in der Pizzeria um die Ecke drückte mir gestern Abend die Rechnung mit einem gequälten "Am Sonntag seid ihr dran" in die Hand.
Nun ja, ich bin auch in London schon für einen Engländer gehalten worden.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Joachim Löw ist Weltmeister

OK, vielleicht nicht ganz Weltmeister. Aber laut dem englischen Guardian (und darauf muss man vor den schon beginnenden englischen Blitzkriegnews einfach hinweisen) zumindest der best angezogene Mann des Turniers:

'His look is a bit "Italian Paul Weller"'

Wenn ich Joachim Löw wäre, würde ich mir den Satz ausschneiden und in den Pullover nähen.

Wäre ich allerdings Paul Weller, würde ich mir jetzt den Kaschmirpulli zerfleddern. Denn so ungefähr versucht sich Paul Weller vermutlich seit Jahren zu sehen: als eine italienische Stilvariante seiner selbst. Nur leider bleibt er immer irgendwie Engländer. Wenn auch sympathischer Engländer.

Dienstag, 22. Juni 2010

Ihr pfeift das Spiel kaputt!

Ich gebe es ja zu, ich bin nicht der allergrößte WM-Gucker. Aber so allmählich geht mir auch der letzte Spaß an diesem Turnier verloren.

Ich will zwei Mannschaften sehen, die gegeneinander spielen, um einen Sieger zu ermitteln und nicht darauf warten, dass ein Schiedsrichter für die Entscheidung sorgt.

Die Schiedsrichter sind Diener des Spiels und der Spieler. Nicht umgekehrt. Diesen Satz sollte man in jede Schiedsrichterkabine hängen. Vermutlich würden die Hälfte aller Schiedsrichter daraufhin aufhören zu pfeifen.

Es entspricht nicht ihrem Selbstverständnis. Selbst ein eigentlich guter Schiedsrichter wie Florian Meyer hat einmal in einem Interview mit dem Kicker einen entlarvenden Satz gesagt:

"Meine Aufgabe ist es, die Spieler zu führen."

Er könnte sich nicht mehr irren.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Denksport für C. Ronaldo

Es gibt einen unmittelbaren kausalen Zusammenhang zwischen den folgenden zwei Sätzen, die Portugals "Superstar" Cristiano Ronaldo von sich gegeben hat, nachdem er im Spiel gegen die Elfenbeinküste eine gelbe Karte gesehen hat.

"Manchmal verstehe ich die Entscheidungen der Schiedsrichter nicht. Es ist ihre Aufgabe, bei diesem Turnier die besten Spieler zu schützen."

Genauer gesagt folgt der erste Satz logisch aus dem zweiten (und einer der beiden Sätze ist falsch).

Dienstag, 15. Juni 2010

Sic tacuisses (Shut up and dance!)

Englische Nationalspieler sollten besser die Klappe halten. Erst versucht sich David James nach dem Patzer seines Kollegen Green wieder in die Mannschaft zu interviewen, was nicht nur peinlich und unkollegial ist, sondern eigentlich nur dazu führen sollte, dass Capello auf den Torhüter des FC Portsmouth verzichtet.

Dann erklärt Abwehrspieler Jamie Carragher die schlechte Leistung der Engländer und den guten Auftritt der Deutschen mit einem unfairen Vorteil. Schließlich spielen die Deutschen schon seit Februar mit dem neuen Ball, der - wie jeder Ball bei einer Weltmeisterschaft - für ausgiebige Diskussionen sorgt.

Jetzt warten wir gespannt auf die Erkenntnisse des englischen Auslandsgeheimdienstes MI5, der enthüllt, dass auch die Amerikaner seit Monaten heimlich mit dem neuen Ball geübt haben.
Auf einer streng geheimen Militärbasis in der Wüste von Nevada.

Montag, 14. Juni 2010

Typisch deutsch!

Es ist wie immer bei einer WM. Die Kleinen ärgern die Großen gerade so, dass die ersten anfangen, von einem Umbruch im Weltfußball zu reden und dann kommen die Deutschen und ledern Australien vollkommen humorfrei und bar jeden Verständnisses für Umbruch im Weltfußball und sonstigem Firlefanz mit 4:0 weg. Typisch deutsch eben.

Dabei wollte der Autor dieser Zeilen nach den ersten Spielen doch einmal einen hübschen fußballtheoretischen Text über die Fragmentierung des Spiels schreiben, das Zerlegen in allerkleinste Spielsituationen, das einen Plan so schwer umsetzbar macht.

Dann kommt Joachim Löw daher und stellt seine Mannschaft so ein, dass sie einen Plan einfach nur konsequent umsetzen muss, um den Gegner vollständig zu kontrollieren.

Ohne die italienische oder englische Presse gelesen zu haben (letztere hat gerade auch genug anderes zu tun - einen Torhüter suchen etwa), vermute ich einfach einmal, dass sie schon wieder von der Fußballmaschine Deutschland schreiben, die minutiös und präzise funktioniert hat. Wie immer. Typisch deutsch halt.

Nur dass gestern Abend gegen Australien die Maschine nicht nur funktionierte, sondern auch schön anzuschauen war. Während andere das Spiel zerlegen, widmet sich Deutschland dem Design des Fußballs. Das ist nicht unbedingt neu, aber in der gestrigen Perfektion bisher nicht oft zu bestaunen gewesen und es wird spannedn zu sehen, ob die Mannschaft so viel Schönheit auch gegen stärkere Gegner zeigen kann.

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