Bundesliga

Montag, 21. November 2011

Viel Blut zu sehen

Es kommt selten vor, dass ich mit Karlheinz Wagner einer Meinung bin. Grund genug, seinen Kommentar zu Theo Zwanzigers Pressekonferenz nach der Spielabsage vom Samstag hier zu empfehlen.

Und ansonsten zum Thema Rafati die Klappe zu halten.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Wenn Träume wahr werden

Von diesem Satz haben Millionen Menschen auf diesem Planeten schon lange geträumt:

"Am Samstag leitete Felix Zwayer das Kreisliga-B-Spiel zwischen SV Blau-Gelb II gegen GW Baumschulenweg, am Sonntag das zwischen Bayer Leverkusen und Schalke."

Danke, 11 Freunde!

Freitag, 5. August 2011

Die kölsche Schale

Die DFB-Meisterschale, daran sollte man heute mal wieder erinnern, ist kölsch. Geschaffen wurde die "Salatschüssel" 1949 von Elisabeth Treskow an den Kölner Werkschulen. Welcher Verein sie auch immer am Ende der heute beginnenden Bundesligasaison gewinnt, sollte also daran denken, dass Köln sie ihm nur geliehen hat.

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Dienstag, 24. Mai 2011

18 Millionen Euro Strafe

Mir ist es schnuppe, wo Manuel Neuer in den nächsten Jahren das Tor hütet. Von mir aus könnte er auch im sardischen Hinterland Schafe hüten, falls er Spaß dran hat.

Wenn ich mir aber anschaue, was ein Michael Rensing in den letzten Monaten in Köln geleistet hat, empfände ich es ein kleines bisschen als gerecht, wenn der FC Bayern viele, viele Millionen ausgeben muss, um sich einen Torhüter zu holen, der vielleicht einen Tick besser ist als der von ihnen geschasste Rensing, aber nie und nimmer 18 Millionen Euro besser.

Dienstag, 17. Mai 2011

Was kostet die Welt?

Eintracht Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen ist ein großer Anhänger der These, dass die finanziellen Mittel über den sportlichen Erfolg im Fußball entscheiden. Demnach hätte die Eintracht nicht absteigen dürfen, sondern 11. werden müssen.

Schlecht gewirtschaftet könnte man da sagen. Stimmt jedoch gar nicht. Frankfurts Problem war, dass die potenziellen direkten Konkurrenten besser gewirtschaftet haben. Wer gut und weniger gut gewirtschaftet hat, erläutert diese kleine Tabelle, basierend auf dem Transfertwert der Mannschaften zu Saisonbeginn (via transfermarkt.de) und der erzielten Punkteausbeute. Je preiswerter der Punkt, umso höher der Tabellenstand.

1. Hannover 96 733.333 Euro/Punkt
2. Mainz 05 758.621 Euro/Punkt
3. 1. FC Nürnberg 765.957 Euro/Punkt
4. 1. FC Kaiserslautern 782.609 Euro/Punkt
5. SC Freiburg 795.455 Euro/Punkt
6. FC St. Pauli 1.000.000 Euro/Punkt
7. 1. FC Köln 1.295.455 Euro/Punkt
8. Borussia Dortmund 1.546.670 Euro/Punkt
9. Borussia Mönchengladbach 1.694.444 Euro/Punkt
10. Eintracht Frankfurt 1.705.882 Euro/Punkt
11. 1899 Hoffenheim 1.976744 Euro/Punkt
12. Bayer Leverkusen 2.073.529 Euro/Punkt
13. VfB Stuttgart 2.285.714 Euro/Punkt
14. Schalke 04 2.725.000 Euro/Punkt
15. Werder Bremen 2.975.610 Euro/Punkt
16. Hamburger SV 3.088.888 Euro/Punkt
17. VfL Wolfsburg 4.131.579 Euro/Punkt
18. Bayern München 4.584.615 Euro/Punkt

Dienstag, 22. März 2011

Häßlicher Glamour

Als Christoph Daum im Sommer 2009 mehr oder weniger überraschend seinen Abschied vom 1. FC Köln verkündete, tat er das mit der Begründung, er könne mit dieser Mannschaft nicht mehr erreichen als den damaligen 12. Tabellenplatz.
Für einen Trainer, der sich selber auf internationalem Niveau sieht, mag das durchaus zu wenig sein.

Jetzt heuert er bei Eintracht Frankfurt an, ein Verein, dessen Potenzial mit dem des 1. FC Köln durchaus vergleichbar ist. Man kann in dieser Entscheidung einen Widerspruch zum eigenen Anspruch vermuten, man kann aber auch eine Erkenntnis darin sehen.

Denn in der Zwischenzeit haben Mirko Slomka, Thomas Tuchel und Dieter Hecking gezeigt, dass man mit Vereinen aus dem Mittelfeld der Liga durchaus mehr erreichen kann. Daum muss das wurmen.

Interessant wird es zu sehen, ob es ihm gelingt, diesen Trainern nachzueifern. Zu erwarten ist das nicht unbedingt. Daum mag eine schillernde Persönlichkeit sein. Sein Fußball in den letzten Jahren war nicht schillernd. Trockenen, unschönen Ergebnisfußball hat er dem 1. FC Köln in seiner zweiten Amtszeit verordnet.

Damit ist er Friedhelm Funkel, Skibbes Vorgänger bei der Eintracht, weitaus näher, als man annehmen könnte. Von daher ist Daum zumindest für Heribert Bruchhagen und Eintracht Frankfurt keine so schlechte Wahl, wird Daum doch die Tradition häßlichen Ergebnisfußballs bei der Eintracht fortsetzen und gleichzeitig für ein bisschen mehr Glamour sorgen als Michael Skibbe.

Mittwoch, 16. März 2011

Das Ergebnis richtiger Entscheidungen

Wer mich kennt und in den vergangenen Jahren regelmäßiger mitgelesen und -diskutiert hat (als hier noch regelmäßiger geschrieben wurde), weiß, dass ich nicht zu überbordendem Enthusiasmus neige, wenn es um den 1. FC Köln geht.

Es gab dazu auch keinen Grund, könnte man einwenden. Aktuell jedoch spielt der 1. FC Köln den besten Fußball seit Jahren. Und wenn ich "seit Jahren" schreibe, dann meine ich sehr viele Jahre. Selbst unter Ewald Lienen, im Jahr 2000 das letzte Mal, dass der FC tatsächlich schön gespielt hat, waren die Leistungen nicht so beeindruckend (auch wenn sie natürlich auch heute nicht perfekt sind, das ist schon klar).

Grundlage dieses Aufschwungs sind eine Reihe richtiger Entscheidungen, die der Verein, die sportliche Leitung und die Mannschaft in den letzten Monaten getroffen haben.

Ich bin kein Freund von Trainerentlassungen, aber die Entlassung Zvonimir Soldos und die zum Teil vielleicht aus der Not geborene Beförderung Frank Schaefers zu seinem Nachfolger, war die erste dieser richtigen Entscheidungen.

Schaefer, zunächst nur als Interimslösung gedacht, hat recht früh klar gemacht, was seine fußballerischen Vorstellungen sind und gerade zu Beginn sehr viel von "Prozessen" gesprochen, die eingeleitet werden müssen, bevor die Mannschaft erfolgreich spielen könne.

Es ist ihm, schneller als vermutlich von ihm selber erwartet, gelungen, seine Vorstellungen von einem aktiven, dynamischen und aggressiven Spiel umzusetzen. Zumindest in den Heimspielen profitiert die Mannschaft massiv davon. Auswärts wirkt sie zumindest robuster als in der Hinrunde.

Neben einer neuen Spielphilosophie hat die sportliche Leitung im Winter allerdings auch den Kader verstärkt. Auch hier muss ich sagen: Ich bin kein Freund von Wintereinkäufen. Nur selten kommt dabei etwas Gescheites bei heraus.
Dem 1. FC Köln ist es aber gelungen zur Jahreswende gleich drei neue Leistungsträger zu verpflichten. Michael Rensing und Christian Eichner passen dabei perfekt in Schaefers Anforderungsprofil - fußballerisch wie menschlich. Slavomir Peszko ist auf der linken Offensivseite durch seine Ballsicherheit, seine Spielintelligenz und seinen Zug zum Tor (der sich allerdings nicht in eigenen Toren niederschlägt) ebenfalls eine wichtige Verstärkung.
Auch hier wurden richtige Entscheidungen getroffen.

Die letzte und vielleicht wichtigste Entscheidung hat aber vielleicht die Mannschaft selber getroffen (auch wenn man sie als Ergebnis der Schaeferschen Arbeit deuten kann). Der Start in die Rückrunde war trotz des 3:0 gegen desolate Bremer nicht wirklich berauschend. Zur Halbzeit lag der FC im vierten Spiel gegen die Bayern bereits 2:0 zurück.
Christian Eichner hat danach recht offen über die Diskussion in der Halbzeitpause dieses denkwürdigen Spiels gesprochen. Die FC-Homepage zitiert ihn wie folgt:

"Wir haben uns in der Halbzeit einfach die Frage gestellt, ob wir jetzt einen Schritt weitergehen. Einen Schritt in die richtige Richtung, mit dem wir den Leuten hier zeigen, was in uns steckt, oder gehen wir den Weg weiter den wir in St. Pauli das ganze Spiel über gegangen sind."

Dass die Mannschaft in der 2. Halbzeit gegen planlose Münchener mit drei Toren und drei Punkte belohnt wurde, war vermutlich das Schlüsselerlebnis. Seitdem hat sie nicht immer gut gespielt, manchmal verloren, aber immer erkennen lassen, dass sie bereit ist ins Spiel zurückzufinden. Gerne auch mit kämpferischen Mitteln. In Hoffenheim, in Dortmund, gegen Hannover.

Auf der sicheren Seite ist der 1. FC Köln als viertbeste Rückrundenmannschaft damit allerdings noch lange nicht. Vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz sind schnell verspielt. Genießen sollten man den Fußball in diesen Wochen dennoch. Als Zuschauer. Als Mannschaft.

Donnerstag, 10. März 2011

Wenn's alle machen...

Während der 1. FC Köln gerade mal in ruhigen Fahrwassern segelt und sich hauptsächlich der Verbesserung des eigenen Fußballspiels unter dem neuen Trainer Frank Schaefer widmet (und darüber hofft, den Klassenerhalt zu schaffen), sorgen gleich drei der so genannten großen Vereine für Erstaunen und Chaos.

In Hamburg erklärt Armin Veh seinen Rücktritt zum Saisonende, weil er keine professionellen Arbeitsbedingungen vorfindet.

In München beendet man die Zusammenarbeit mit Louis van Gaal, nachdem man über Monate öffentlich das Für und Wider dieses Trainers diskutiert hat und selbst Oliver Kahn fällt mittlerweile auf, dass es in München kein sportliches Konzept gibt, nachdem man einen neuen Trainer aussuchen könnte.

Die Krönung liefert allerdings Schalke 04. Auch dort ist man von einem sportlichen Konzept meilenweit entfernt, deswegen will man in einem Doppelschlag das machen, was auch bei anderen hervorragend funktioniert hat.

Als Interimslösung einen Fußballrentner verpflichten, wie vor zwei Jahren Bayern München, und für die kommende Saison einen jungen Trainer, wie ihn auch die vielen andern hoch gelobten Clubs auf der Bank sitzen haben.

Das ist ebenso modisch wie sinnfrei. Aber es entbindet die Verantwortlichen auf Schalke (wenn sie es denn wirklich so machen) natürlich von ebendieser Verantwortung. Denn wenn es bei allen anderen richtig ist, kann es ja auf Schalke nicht falsch sein. Oder so.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Mein Meistertipp: VfB Stuttgart

Da ist man mal zwei Tage unterwegs und schon vermeldet die Bundesliga ihren ersten Trainerwechsel. Auch wenn das in Köln niemand verstehen wird, hat es als ersten Trainer Christian Gross in Stuttgart getroffen.

"Same procedure as every year" möchte man da murmeln. Armin Veh und Markus Babbel wissen, was gemeint ist. Doch in diesem Jahr sind die Stuttgarter überraschend früh dran mit ihrem üblichen Trainerwechsel.

Damit haben sie mehr Zeit für die ebenso übliche Aufholjagd und das kann nur heißen, dass sie am Ende Meister werden.

Mittwoch, 22. September 2010

Freiheit für Carmen Thomas!

Seit mehr als 37 Jahren ist Carmen Thomas Gefangene des patriarchalisch-chauvinistischen Schweinesystems Fußball-Bundesliga. Ihre Vision eines Schalke 05 hat nicht nur den von der Energiewirtschaft gelenkten Verein, sondern auch die von BILD und DFB-Männern beherrschten Machtzentren des deutschen Fußballs gegen sich aufgebracht.

Doch heute soll die Leidenszeit der unterdrückten Journalistin ein Ende haben. Eine international ausgerichtete Gruppe aus der Studentenstadt Freiburg, das Kommando Robin Dutt, tritt an, um Carmens Vision wahr werden zu lassen!

Unterstützt sie dabei!
Freiheit für Carmen Thomas!
Für ein freies, gleiches und gerechtes Schalke 05!

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