Bundesliga

Montag, 13. September 2010

Dreimallnull

Wenn man schon nicht selber ganz unten drin hängt, kann man ja wenigstens ein Karnevalslied nach Stuttgart, Schalke und Wolfsburg schicken.

Dienstag, 7. September 2010

Der alltägliche Rassismus, die alltägliche Gewalt

Der Diss war eigentlich schon fertig:

Gepflegte Vorurteile, tumbes Halbwissen, in Stein gemeißelte Klischees, dazu die Vermischung von Personengruppen und Problemen, die nicht wirklich zusammengehören - fertig ist das rechtsradikale Gedankengut. Oder eben die taz.

Schade eigentlich.

Aber dann kommt die Jutetasche unter den deutschen Tageszeitungen mit einem streckenweise klugen Interview mit dem Psychologen Clifford Stott daher, der einmal darauf hinweist, dass Gewalt im Stadion nicht selten von der Polizei selber ausgelöst wird.

Natürlich könnte man jetzt einwenden, dass auch damit nur ein beliebtes Feindbild bedient wird - gestern Nazis, heute Polizisten.

Der Haken an Stotts Aussagen ist aber ein anderer. Er lobt das Fanprojekt von Borussia Mönchengladbach, dessen Anhang gerne einmal die Busse der Gästefans mit Leuchtmunition angreift.
Einfach mal ein nettes Fanprojekt aufzubauen, löst das Problem also auch nicht. Faierweise sei gesagt, dass auch der 1. FC Köln davon ein trauriges Liedchen singen kann.

Die Dinge, selbst wenn sie sich einfach darstellen (lassen), sind eben doch komplizierter.

Montag, 23. August 2010

Tim Brdaric

Tim Wiese darf sich nicht wundern, dass er in Hoffenheim vier Stück kriegt, wenn er mit der Frisur von Thomas Brdaric auf den Platz läuft. Das kann nicht gut gehen.

Freitag, 20. August 2010

Ponderabilien: Die Abschlusstabelle der Saison 2010/2011

Gibt es das Wort überhaupt? Egal. So unsicher Einzelfragen im Fußball sein mögen, weil letztendlich immer der Frosch im Ball entscheidet, wo es hingeht, wie es am Ende ausgeht, ist weitgehend geklärt.

Deshalb veröffentliche ich auch dieses Jahr wieder die Abschlusstabelle der kommenden Saison vorab. Um meine Thesen zu untermauern habe ich mir sogar eine zweite Begründung für die jeweilige Position herausgesucht.

1. FC Bayern München
Die Frage, ob Bayern Meister wird, ist wesentlich weniger spannend, als die Frage ob Karl-Heinz Rummenigge den Imageschaden durch Müller und van Gaal wieder korrigieren kann und der FCB Hassobjekt Nr.1 im deutschen Fußball bleibt (oder wieder wird) oder
Transferwert: 298 Millionen Euro

2. VfL Wolfsburg
Steve McClaren ist der Mann, den die englische Presse verhöhnte, weil er bei einem Scheißspiel seiner Mannschaft in noch schlechterem Wetter unter einem Regenschirm Schutz suchte. Die englische Presse saß während des Spiels übrigens auf der überdachten Tribüne. Trotz möglichen Regenwetters, einem englischen Trainer und Dieter Hoeneß Platz 2, weil:
157 Millionen Euro

3. Bayer Leverkusen
Trotz Michael Ballack reicht es nicht zum Vizekusen. Aber wegen Patrick Helmes schaffen sie noch den 3. Platz oder wegen
141 Millionen Euro

4. HSV
Armin Veh ist immer irgendwie mal gut, dann wieder irgendwie schlecht. Damit ist er der perfekte Trainer für den HSV und außerdem
139 Millionen Euro

5. Werder Bremen
Marin ist halt nicht Özil und
122 Millionen Euro

6. Borussia Dortmund
Ruhrgebietsmeister. Immerhin. Das reicht ihnen ja auch. Wegen
116 Millionen Euro

7. Schalke 04
Blöd halt, dass der alte Mann Raul so wenig Wert ist. Finanziell. Dass Schalke aufgrund der Zahlen mit allem, was besser als 8. Platz ist, zufrieden sein könnte, wird dort aber niemanden zufriedenstellen.
109 Millionen Euro

8. VfB Stuttgart
Stuttgart liefert zuverässige schwäbische Wertarbeit: Verkackte Hinrunde, Trainerwechsel, Aufholjagd. "Same business as last year, Miss Sophie?"
96 Millionen Euro

9. TSG Hoffenheim
Ein Dorf im Niemandsland.
85 Millionen Euro

10. Borussia Mönchengladbach
Noch ein Dorf im Niemandsland.
61 Millionen Euro

11. Eintracht Frankfurt
Bei dem Liedgut müsste man sie eigentlich zwei Plätze niedriger einstufen, aber die Zahlen lügen nicht:
58 Millionen Euro

12. 1. FC Köln
Wenn sich das Umfeld des FC damit abfinden würde, dass der 12. Platz genau den Möglichkeiten des Vereins entspricht, wäre die Saison bereits ein Erfolg.
57 Millionen Euro

13. 1. FSV Mainz 05
Wegen des Trainers vor Hannover.
44 Millionen Euro

14. Hannover 96
Wegen des Trainers hinter Mainz.
44 Millionen Euro

15. 1. FC Kaiserslautern
Ein paar Euro über dem Club. Glück gehabt.
36 Millionen Euro

16. 1. FC Nürnberg
So etwas nennt man wohl Relegationsroutine.
36 Millionen Euro

17. SC Freiburg
Den SC Freiburg dürfte es aus wirtschaftlichen Gründen in der Bundesliga eigentlich gar nicht geben. Schön, dass es ihn doch gibt. Manchmal zumindest.
35 Millionen Euro

18. FC Sankt Pauli
Gleiches gilt für den FC Sankt Pauli. Aber wer sich Asamoah holt...
29 Millionen Euro

Mittwoch, 18. August 2010

Leverkusen, wir stehen zu dir

Das Werbermagazin W&V fragt auf seiner Homepage nach dem besten "Markensound" der 18 Bundesligavereine.

Mit Markensound ist mitnichten die Stadionakkustik gemeint, das ist vielmehr Werbersprech für die Vereinshymne (warum Fußballvereine keine Marken und Fans keine Kunden im eigentliche Sinne sind, wäre übrigens mal Stoff für einen nicht ganz so kleinen Essay eines ehemaligen Theaterdramaturgen).

Aus Kölner Sicht ist dabei weniger verstörend, dass Hamburg und Frankfurt die Umfrage gerade anführen. Auch wenn ich die Eintracht-Hymne als ausgewiesen dämlich in Erinnerung habe.

Viel schräger ist der Titel des Markensounds von Bayer Leverkusen. Denn an irgendetwas erinnert dieser Titel "Leverkusen, wir stehen zu Dir". Mir will nur gerade zum Verreck nicht einfallen woran? Dabei liegt es doch gleich um die Ecke. Sinnbildlich gesprochen.

Wer mir auf die Sprünge helfen will, kann sich das Machwerk übrigens bei YouTube reinpfeifen. Pfeifen passt in dem Zusammenhang übrigens ganz gut.

Montag, 9. August 2010

... und er dann so ....

(oder mediales Revanchefoul)

Ballack so (5.8.2010): "Wenn nichts dazwischenkommt, möchte ich 2012 bei der EM dabei sein. 2014 bei der WM dagegen nicht mehr. Man muss schon wissen, wann man aufhört. Lothar Matthäus hat seinen Abgang seinerzeit verpasst - trotz seiner Verdienste."

Matthäus so (8.8.2010): "Philipp Lahm hat einen tollen Job bei der Weltmeisterschaft gemacht, hat die Mannschaft auch hinter sich stehen. Bei Michael Ballack sehe ich das nicht so, dass jeder zu ihm steht."

... to be continued ...

Donnerstag, 5. August 2010

Rotbäckchen bleibt Rotbäckchen

Nachdem Arjen Robben verletzt ausfällt, erwägt Karl-Heinz Rummenigge rechtliche Schritte gegen den niederländischen Fußballverband. Man kennt das von ihm. Vor zwei Jahren wollte er auch schon das Kartellamt verklagen. Draus geworden ist damals schon nichts.

Aber man kennt solche Leute aus Kindertagen. Auf jedem Spielplatz gab es einen, der jedem, der ihm nicht passte Prügel androhte. So lange dieser jemand weit weg war.

Begegnete dieser Junge dann irgendwann dem auserwählten Opfer, verzog er sich meist still, leise und mit eingezogenem Schwanz in die weitest entfernte Ecke. Ein feiges Großmaul nannten wir so jemanden früher und freuten uns lautstark über die zarte Röte auf seinen Wangen, wenn er sich mal wieder ertappt fühlte.

Montag, 2. August 2010

Dass kann nuur der Anfank sain!

Hribert Fandl fordert im Tagesspigel die Abschaffung der zaitlupe. Schlißlich sei disse nur eine Belastung für die Scheissrichter.

Fehler machen wir schlisslisch alle, so der Killburger. Waurm also hintaher noch alles nachprüfen. Zumal die Zeitlupe den Schieri zwar maist entlaste, aber eben nicht die Warheit zeige (was auch immer der Klavirspieler uns damit sagen wollte).

Die Ide fint ich gut. Weswegen ich glaich mal die Rächtschraibprüfung abgeschafft habe. Der Warhait ist die nich dienlich und hinterher was ändern is ja scheise.

Mittwoch, 14. Juli 2010

Die Stadt der Heuler

Seehundbabys sind süß. Manchmal aber gehen sie sogar ihren eigenen Müttern auf den Keks und werden verstoßen. Ob sie deswegen zu Heulern werden oder vielleicht die Mutter, entnervt vom Geheule der lieben Kleinen, das Weite gesucht hat ist unklar.

An der deutschen Küste jedenfalls gibt es seit einigen Jahren schon Heuler-Aufzuchtstationen, die sich der verstoßenen (oder - um bei der Wahrheit zu bleiben - manchmal auch verwaisten) kleinen Seehunde annehmen.

Eine davon ist Werder Bremen, das sich rührend um die ob ihrer Verbannung aus oder Nichtbeachtung in der Nationalmannschaft heulenden Torsten Frings, Marko Marin und ganz aktuell Tim Wiese kümmert.

Dafür einmal ein ganz dickes Lob an die Mannen von der Weser.

Dienstag, 13. April 2010

Das Unmögliche denken

Hetha BSC Berlin reicht beim DFB offiziell eine Beschwerde über mehrere angebliche Benachteiligungen durch Schiedsrichter und die Ansetzung eines Linienrichtes aus Hannover ein.

Das muss man nicht gut finden (schon gar nicht in Hannover).

Dass Volker Roth als Vorsitzender des DFB-Schiedsrichterausschusses die Beschuldigungen der Herthaner nach den Fällen Hoyzer und Amerell/Kempter als "lächerlich, abwegig, vollkommen unmöglich" bezeichnet, zeugt allerdings von einem Realitätsverlust, gegen den sich Berliner Verschwörungstheorien nachgeradezu vernünftig anhören.

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