Montag, 10. März 2008

Eine Frage der Perspektive

Alles, so weiß man, ist eine Frage der Perspektive. Das wird einem gerade in einem Fußballstadion immer wieder aufs Neue klargemacht.

Kölns Co-Trainer Roland Koch (nicht zu verwechseln mit Andrea Ypsilanti) hatte am Sonntagmittag im Spiel des FC gegen Koblenz von der Trainerbank aus einen hart erarbeiteten Sieg der Geduld gesehen.

Das Publikum auf der Tribüne hatte vor allem in der ersten Halbzeit nichts gesehen, was auch nur entfernt wie Arbeit hätte aussehen können.

Zu einem Fußballspiel gehören nach landläufiger Meinung Laufbewegungen, Aggressivität sowie die Fähigkeit einen Ball zu stoppen und über ein paar Meter zum Mitspieler zu passen.

Nichts davon ließ sich auch bei gründlicher Betrachtung auf dem Spielfeld entdecken. Zumindest nicht auf Kölner Seite. Entsprechend verabschiedeten die 48.500 Zuschauer (in Worten: Achtundvierzigtausendfünfhundert. Gegen Koblenz!) die Geißböcke mit einem Pfeifkonzert in die Kabine.

Das wiederum wurde auch auf der Trainerbank wahrgenommen. Mit Unwillen, wie Christoh Daum auf der Pressekonferenz nach dem Spiel wissen ließ.

Insofern war nach dem Spiel niemand wirklich glücklich. Die Koblenzer nicht, weil sie verloren hatten, das Publikum, weil sie ein grottenschlechtes Spiel gesehen hätten, die Kölner Mannschaft und ihr Trainer, weil sie für dieses schlechte Spiel ausgepfiffen wurden.

Möglicherweise ist die Perspektive einfach egal, denn wie man es nimmt, am Ende sorgte ein Scheißspiel für Scheißlaune.

Freitag, 7. März 2008

Ein großer Verein in einer großen Stadt

Als Uwe Rapolder Arminia Bielefeld 2005 verließ, tat er das mit der Begründung, er wolle auch einmal "einen großen Verein in einer großen Stadt" betreuen. Jetzt trainiert er die TuS aus Koblenz.

So kann's gehen.

Mittwoch, 5. März 2008

Wo spielt Lukas Sinkiewicz?

Wer so ein offenes und freundliches Wesen besitzt wie ich, gerne auch einmal bereit ist, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und mit Leuten zu reden, die seltsame Vorlieben in sich tragen, der trifft auch irgendwann einmal auf einen Anhänger von Bayer Leverkusen.

Nach den wohl üblichen und sich selbst entlarvenden Foppereien der Kategorie "Wie kann man denn FC-Fan sein, die verlieren doch nur?" kamen wir schließlich auf ehemalige FC-Spieler zu sprechen und zu folgender aufrichtig ahnungsloser Frage meines Gegenübers: "Wo spielt denn eigentlich Lukas Sinkiewicz heute?"

Montag, 3. März 2008

Zug ins Glück (verspätet)

Für einen kurzen Moment habe ich am vergangenen Freitag geglaubt, ich könne das Schicksal des 1. FC Köln beeinflussen. Durch Zugfahren.

Während ich die Spiele gegen St. Pauli (1:1), München 60 (0:0) und Alemannia Aachen (2:3) live oder am Bildschirm verfolgt habe, konnte ich das Spiel gegen Jena (3:1) nicht sehen, weil ich mit dem Zug unterwegs war.

Auch beim Spiel in Fürth saß ich im Zug, prompt stand es zur Halbzeit 2:1 für den FC und ich war schon bereit, meine Dauerkarte gegen ein Dutzend Bahnfahrkarten zu tauschen.

Dann aber standen wir 20 Minuten wegen "zu hoher Zugdichte" vor dem Aachener Hauptbahnhof und Thomas Broich versuchte einen Hackentrick zu viel. Endergebnis 2:2. Am Sonntag gegen Koblenz sitze ich also wieder im Stadion.

Freitag, 29. Februar 2008

Ode an den Stillstand

Wie wenig sich seit Rückrundenbeginn an der Spitze der 2. Liga und beim 1. FC Köln getan hat, sieht man daran, dass ich den Beitrag vom vergangenen Freitag mit nur einer kleinen Änderung heute noch einmal bringen kann:

Bundesligareife (ein Sieg täte gut)

Im Umfeld von Bundesligaabsteigern, Aufstiegsaspiranten und gefühlten Erstligisten in der 2. Liga herrscht häufig der Glaube, dass die eigene Mannschaft durch die Destruktivität der anderen, allgemein Kloppertruppen genannten Mitstreiter am schönen und erfolgreichen Fußball gehindert wird und dass sich die Mannschaft gegen Teams die mitspielen leichter tut.

Auch rund um den 1. FC Köln ist diese Vorstellung weit verbreitet. Wer allerdings mit ansehen musste, was die fröhlich mitspielenden Freiburger bei ihren letzten beiden Auftritten in Müngersdorf mit dem 1. FC Köln angestellt haben, zweifelt an dieser These.

"Zu Recht" sagt die Statistik. Gegen die direkte Konkurrenz, Mannschaften, die potenziell mitspielen, hat der FC in dieser Saison noch nicht gewinnen können. Gegen die ersten Sechs gelang bisher gar kein Sieg, aus der ersten Tabellenhälfte musste sich allein Hoffenheim den Geißböcken geschlagen geben.

Umso wichtiger wäre heute Abend ein Erfolg gegen den TSV 1860 Münchendie Spvgg Greuther Fürth. Nicht nur um endlich einmal einen Konkurrenten auf Distanz zu bringen. Auch um den durchwachsenen Saisonstart vergessen und die Leistungen vor der Winterpause bestätigen zu können. Vor allem aber, um andeuten zu können, dass das Ziel Aufstieg nicht nur machbar ist, sondern auch eine Perspektive in der 1. Liga eröffnet.
Denn wer Mönchengladbach, Mainz, Fürth, Freiburg, München 60 oder Aachen nicht schlagen kann, braucht sich mit Karlsruhe, Bochum, Hannover, Frankfurt, Wolfsburg, Bielefeld oder Nürnberg erst gar nicht zu messen.

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