Donnerstag, 8. September 2005

Lukas Podolski

Ich wage mal eine Prognose: In einigen Jahren werden wir in Wehmut nach der guten, alten Zeit und mit ein wenig Stolz in der Stimme erzählen, dass wir diesen Lukas Podolski damals live im Stadion haben spielen sehen.
Faszinierend ist heute schon zu beobachten, wie ein Stadion darauf reagiert, bekommt Podolski in guter Schussposition den Ball. Für ihn ist übrigens alles in Reichweite des Tores eine gute Schussposition.
50.000 Zuschauer verstummen in diesem Augenblick, recken den Hals und schauen gebannt auf den Jungen mit dem Ball. Um Himmels Willen nichts verpassen! Denn jeden Moment kann etwas außergewöhnliches passieren. Etwas außergewöhnliches für die Zuschauer oder für andere Spieler. Etwas normales für Lukas Podolski: Er wird ein Tor schießen. Wahrscheinlich ein außergewöhnliches. Normal, halt.
In seiner Außergewöhnlichkeit ist Podolski berechenbar wie eine romantische Komödie. Am Ende kriegt er sein Tor, wie sich Junge und Mädchen in der Liebesgeschichte kriegen. Das "Wie" macht den Unterschied und dieses "Wie" ist bei Podolski mit seinen gerade mal 20 Jahren oft genug große Kunst.
MissRhapsody - 8. Sep, 11:43

Dem Poldi ihm seine Interviews nachm Spiel

ich muss sagen, ich steh total auf seine Interviews.
Das ist immer so geil.

"Isch grüße meine Mutter, die am SA Geburtstag hatte." oder so ähnlich.

süß.

Suedtribuene - 8. Sep, 14:22

Der Junge

redet halt, wie er spielt. Präzise und auf den Punkt.
;-)
MythosBayern - 8. Sep, 14:57

Es war, so weit ich das verstehen konnte, der Sonntag...
Stefan (anonym) - 8. Sep, 15:05

Also wirklich!

Ich dachte, Du wärst Rheinländer?

Er hat "Samstag" gesagt.

Das hat sogar unsere westfälische Kommentatorin verstanden. Du guckst zu viel Bayerisches Fernsehen! :-)
MythosBayern - 8. Sep, 15:10

Ich habe

das sogar noch nicht einmal gesehen, sondern nur gehört, da saß ich nämlich schon wieder am Rechner...

Ehrlich gesagt, konnte ich auch keinen wirklichen Unterschied in PrinzPoldis Phonetik bzgl. Samstag oder Sonntag ausmachen, da waren viel zu viele "sch"-Laute drinne...
;-)
Stefan (anonym) - 8. Sep, 16:57

Auch da

muss ich Deiner Vorrednerin recht geben. Das "sch" nutzt Poldi wie jeder Rheinländer als Alternative zum "ch", nicht zum "s".
Also er sagt "Isch", aber "Samstag". Insofern musst Du nach dem S(ch)piel ganz schön einen im Tee gehabt haben, wenn Du "Schamschtag" gehört hast.
Aber dass Du in dem Zustand noch am Rechner (Mac-User?) sitzt, erklärt einiges.
;-)
MythosBayern - 8. Sep, 17:34

Ich habe ungern Recht, aber

diesmal muss ich drauf bestehen!
"Und dann wollte ich noch meine Mutter in Bergheim grüßen, die am Sonntag Geburtstag hat", sprach er dem verdutzten Fernsehmann ins Mikrofon.;-)
MythosBayern - 8. Sep, 17:39

Weder "Schamschtag" noch Mac...

Der Hinweis auf die "sch"-Laute hast Du falsch verstanden, das war auf die Füllworte bezogen, dass PrinzPoldi trotz Rheinländischer "sch"-Schwäche Sonntag und Samstag auseinanderhalten kann ist ja wohl klar!

Und nein, ich hatte keinen im Tee, aber Blogs wollen betreut werden und da sitzt man auch schon mal nach 22:00 am PC...
:-D
Stefan (anonym) - 8. Sep, 17:48

Wenn ich die Wahl hätte,

ob ich meinen Ohren oder SpiegelOnline traue, dann würde ich immer meinen Ohren vertrauen. Er hat "Samstag" gesagt! Und schon gar nicht "Geburtstag hat".

Kommst Du mir hier mit SpOn an! Ich glaube es ja nicht!
MissRhapsody - 8. Sep, 18:42

;o)

isch sach ma so:

1. Isch hab recht, hat der Vorredner da jesaacht.weiter oben so da irjendwo

2. Ob Samstag oder Sonntag is doch egal, hauptsache Mami wird gegrüsst.
MythosBayern - 8. Sep, 19:24

Ebend!

;-)
Stefan (anonym) - 8. Sep, 19:52

Das war

jetzt aber rheinisch, nicht poldisch. Poldisch ist knapper:

1.Isch hab recht. Sagt der oben auch und fertisch.

2. Samstach, Sonntach. Ejal. Hauptsache Mama grüßen.
Markus (anonym) - 8. Sep, 13:02

Lukas macht das total einfach

Er macht in etwa das, was jeder Trainer seinen Stürmern sagt: Wenn Du den Ball hast, schieß ein Tor.

Das Geniale dabei: es ist nicht genial. Lukas nimmt den Ball, schaut kurz, wo das Tor steht und schiesst dahin. Klar, er macht auch mal was geniales dabei, aber Tore werden einfach geschossen, wenn man auf das Tor schiesst.

Naja, und Poldi macht da was richtig gutes, er trifft. Aber wie sage ich immer so gern, wenn du nicht schiesst, kannst du nicht treffen. Und was soll schon passieren, wenn der Ball daneben geht?

Lukas spielt noch ein Jahr bei Euch in Köln, dann habt ihr genug Geld für 2-3 neue Spieler

Suedtribuene - 8. Sep, 14:20

Große Kunst ist immer einfach

so wie Fußball eben auch philosophisch ist.

Ich hoffe ja, dass Wolfang "Ich bin auch nie gewechselt" Overath und Icke "Meine beste Zeit hatte ich in Köln" Häßler ihm gut zureden.

Aber das Treffendste zu dem Thema hat Andreas Rettig gesagt: "Wenn der Verein sich im gleichen Tempo entwickelt wie der Spieler, sehe ich eine Chance ihn zu halten."

Nur bedeutet das, im nächsten, spätestens im übernächsten Jahr international spielen zu müssen. Ansonsten ist Podolski bei uns irgendwann unterfordert. Wenn er sich weiter so entwickelt, muss er spätestens in zwei Jahren im Verein international spielen. So leid es mir tut, diesen Spieler zu verlieren.

Bis dahin genießen wir es, dass wir ihn haben.
MythosBayern - 8. Sep, 15:06

Das hat Rettig gesagt?

Nehmen in seiner Familie eigentlich alle Drogen?

Im Ernst, Köln sollte sich darauf besinnen, endlich mal länger als ein Jahr in der 1.Liga zu bleiben!

So und dann kann man schauen, ob man zur grauen Maus wird (Plätze 8-12) und danach kann man mal versuchen über den UI-Cup internationale Erfahrung zu sammeln um dann im richtigen Europapokal über die ersten ein, zwei Runden hinauszukommen!

Und wenn es dann immer noch soviele Phantasten und Visionäre in der Dom-Stadt gibt, dann kann man daran denken "oben anzugreifen"!

Und wenn Podolski über diesen Zeitraum von 5-10 Jahren dann immer noch Spaß am FC hat und seine gesammelte Familie noch nicht mit ihm zusammen umgezogen ist, dann unterhalten wir uns weiter...
;-)
schroeder - 8. Sep, 17:29

Ein weiterer ganz großer Verdienst Poldis [und seines kongenialen Spielpartners Schweini]: wir werden die nächsten Jahre nicht mehr die ewig überholte Frage nach dem Verbleib der Straßenfußballer zu hören bekommen. Da bin ich dankbar!

Stefan (anonym) - 8. Sep, 19:54

Ich fürchte aber,

dafür bekommen wir bald dutzende Artikel und Dokumentationen, warum wir wieder Straßenfußballer haben.
Ich weiß nicht, ob ich das besser finde.
schroeder - 9. Sep, 11:39

hrhr, stimmt... so wirds kommen wohl, fühlt sich aber bestimmt besser an, als das Gewhine vorher.
Suedtribuene - 9. Sep, 12:22

Also ich bin sehr zuversichtlich, dass die deutschen Medien auch daraus ein ziemliches Geweine machen werden, getreu dem Motto "nur arme Fußballer sind gezwungen auf der Straße zu spielen".

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