Mittwoch, 16. April 2008

Milkakühe mit selbstmörderischen Absichten

Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Was der VfL Osnabrück gestern in Müngersdorf geboten hat, war das mit Abstand schlechteste, was ich in dieser Saison live gesehen habe (die eigene Mannschaft eingeschlossen).

Wie depressive lila Kühe mit Suizidsehnsucht trabten die Niedersachsen über den Platz und uns oben auf der Tribüne war nicht klar, ob der FC sie nicht abschlachten konnte oder wollte.

Vielleicht misstrauten die Kölner Spieler der Schwäche des Gegners, immerhin verkauft ihnen ihr Trainer spielerische Armut schon einmal als taktisches Konzept und wer vertraut einer lila Kuh, die das Schlachtermesser im Maul mit sich herumträgt?

Zumal dann, wenn die Kuh nicht einmal ein Lila hinbekommt, sondern farblich irgendwo zwischen Violett und Lila umherstolpert (das muss man dazu sagen, denn die Osnabrücker, die wir Stunden nach dem Spiel trafen, wirkten extrem pedantisch. Vor allem aber waren sie komplett humorlos. Ihnen im speziellen sei dieser Beitrag gewidmet.)
Immerkicken (Gast) - 16. Apr, 13:45

Ja, das war schon wie im Testspiel. Vor allem fehlte mir das vertraute Gefühl, einen Sieg über die Zeit zu retten bzw. noch unbedingt den Ausgleich/Siegtreffer zu erzielen.

Leider hat es die Mannschaft - und hier insbesondere die Kollegen Helmes und Scherz - versäumt, die lila Sportsfreunde mit einem 5-0 wieder auf die A1 zu schicken. Denn mir dräut, dass am Ende der Saison das Torverhältnis eine Rolle spielen könnte.

Mainz hat gestern 6-1 gewonnen.

Suedtribuene - 16. Apr, 14:55

Stimmt, ähnlich langweilig. Wir haben uns oben auf der Tribüne aus Langeweile ein neues Krankheitsbild für Matthias Scherz ausgedacht: Fußball-Alzheimer - der arme Mann weiß ja bald gar nicht mehr, wie das Spiel geht.
CarstenK (Gast) - 16. Apr, 13:50

Geographie

Osnabrück war 3 Jahre Teil des Königreiches "Westphalen" und 5 Jahre Teil Frankreichs. Den Rest der Zeit gehörten sie zu Schweden, Hannover oder Niedersachsen.
Von Westfalen zu sprechen ist dann doch etwas dreist.
Der Osnabrücker selbst würde wahrscheinlich eher Niedersachse sagen.
Gruß aus Westfalens Mitte

Suedtribuene - 16. Apr, 14:53

Danke, dezent geändert.







Pedant!
Marc Aurel (Gast) - 16. Apr, 21:10

Danke St. Pauli, Danke Uwe!

Der FC bleibt auf Platz 2! Wie schon mal geschrieben: " Der FC duselt sich zum Aufstieg" St. Pauli verdient sich wirklich die Fanfreundschaft und Uwe Rapolder hält weiter sein Versprechen und putzt Freiburg. Nur noch vier Siege am Stück (natürlich auch gegen Mainz und Hoffenheim) und wir feiern am 11. Mai um 16.02 Uhr den Aufstieg.




Hoffentlich!

Juergen (Gast) - 17. Apr, 08:29

Im Moment zählt nur gewonnen, wie sie spielen interessiert überhaupt nicht. Am Ende so einer Saison wird doch keiner Wundertaten von der Mannschaft erwarten. Die Heimspiele gegen Hoffenheim und Mainz werden schon schwer genug, da steht die Mannschaft wieder unter dem Druck gewinnen zu müssen. Das ist nun wirklich nicht ihre Stärke.

Von mir aus auch einen merkwürdigen Elfer in der 89.

Im Grunde

habt ihr ja recht. Schließlich überzeugen auch die Konkurrenten nicht unbedingt mit souveränem Fußball und man sollte sich vielleicht auch einfach einmal daran gewöhnen, dass zu einem Zweitligisten mit ungewisser Zukunft eben auch nur Spieler kommen, die ein gewisses Handicap mit sich herumtragen (z.B. dass sich nicht Fußball spielen können).
Da muss man dann einfach hinnehmen, dass ein Özat zwar schöne Flanken schlägt, aber eben langsam ist. Dass ein Novakovic im Prinzip ein Klassestürmer ist, aber eben die Leistung nicht immer abruft.

Aber dann denke ich zurück an die bisherigen Aufstiege und stelle fest, dass wir unter Stevens und Funkel in der 2. Liga ähnlich schlechten Fußball gesehen haben und im Folgejahr in der 1. Liga sang- und klanglos untergegangen sind.
Und dass das einzige Mal in den vergangenen zehn Jahren, wo der FC in der ersten Liga die Klasse gehalten hat, das Jahr war, nachdem Ewald Lienen schon in der 2. Liga für schönen Fußball gesorgt hatte.
Juergen (Gast) - 17. Apr, 14:44

Das Argument mit Lienen ist richtig, wir haben damals im Aufstiegsjahr eine tolle Saison gespielt. Konterfussball vom feinsten, in der 2.Saison funktionierte das auch nicht mehr. Wir stiegen wieder ab (mal sehen wie es den viel gelobten Karlsruhern im nächsten Jahr ergeht, im Moment hängen die auch schwer durch).

Sicher wird es auch in der 1.Liga schwer, vor allem mit so einer Abwehr wird es sehr sehr schwer. Aber wer weiss was passiert wenn die Mannschaft nicht mehr ständig unter dem Druck des Favoriten steht.

Ich denke nicht, dass der Druck im Abstiegskampf weniger werden würde.

Lienen hat es meiner Meinung nach damals nicht geschafft, die Mannschaft so weiterzuentwickeln, dass sie in der 1. Liga bestehen konnte. Nach einer Saison hatten sich die Gegner auf die Kontertaktik eingestellt und Lienens Konzept der endlosen Ballstaffetten lief ins Leere.
Juergen (Gast) - 17. Apr, 18:19

Würde ich wissen wie es geht, wäre ich Trainer :-).
Aber im Grunde ist es in der 2.Liga so das wir meistens der Favorit sind und der Gegner sich jedesmal den Arsch aufreisst, weil er im Grunde nichts zu verlieren hat. Du erinnerst dich an deine Zeilen bezüglich Paderborn ?

Das kann in der 1.Liga anders sein, da entsteht der Druck wenn es gegen Abstiegskonkurrenten geht und nicht jedesmal.

Mit Lienen stimme ich dir absolut zu, ich sehe da durchaus Paralellen zu Karlsruhe in diesem Jahr. Wir werden sehen, erstmal müssen wir am Freitag gegen Aue die 3 Punkte einfahren. Die anderen werden nicht ständig für uns spielen....

Vermutlich aber nicht beim FC.

Aber so wie ich mich an die erste Liga erinnere (ist ein paar Järchen her) herrschte da gerade gegen Absitegskonkurrenten großer "Jetzt müssen wir gewinnen"-Druck - 6-Punkte-Spiel und so...

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