Freitag, 2. September 2005

Reichen 40.000 Prostituierte für die WM?

Da dieses Blog heute eh ein wenig anzüglich ist, nutze ich die Gelegenheit, um auf diese wichtige Umfrage hinzuweisen.

Was sich Deutsche so für Probleme machen

Ein Länderspielwochenende steht vor der Tür und unvermeidlich tobt wieder die Torwartdiskussion durch die Medien. Denn Arsenals Keeper und Nationaltorhüterbewerber Jens Lehmann hat etwas sehr ungehöriges getan: Er hat in einem Interview gesagt, dass er sich besser findet als seinen Konkurrenten Oliver Kahn.
Im Rest der Welt hält man so etwas für eine völlig normale Aussage eines selbstbewussten Sportlers und würde sich wundern, wenn er etwas anderes sagt. In Deutschland hält man so eine Aussage für den Beweis einer schwer pathologischen und egozentrischen Störung des Torhüters.
Betrachten wir die Sache doch einmal sachlich und sportlich:
Jürgen Klinsmann hat als Teamchef bereits durchklingen lassen, wen er vorne sieht: Oliver Kahn. Dass er darüber hinaus beiden Torhütern Spielpraxis gibt, ist nicht nur vernünftig, sondern notwendig. Und bisher hat dieses Wechselspiel keinem der beiden geschadet. Im Gegenteil, die Leistungen sowohl Kahns als auch Lehmanns sind in den vergangenen Monaten eher besser geworden.
Außerdem: In Europa gibt es nur zwei Torhüter, die konstant auf einem ähnlich hohen Niveau spielen wie Jens Lehmann und Oliver Kahn: den Niederländer Van der Sar und den italienischen Nationaltorhüter Buffon. Zwei der vier besten Torhüter Europas sind also Deutsche und egal, wer von beiden bei der WM 2006 im Tor steht, wir werden mit einem Weltklassekeeper antreten.
Die anderen Nationen würden sich vermutlich freuen, stünden sie vor einer solchen Alternative. Schaut Euch die Engländer an. Die müssen seit Jahren mit einer Torwartparodie zwischen den Pfosten auflaufen. Erst Arsenals früheren Keeper David Seaman, jetzt Manchester Citys David James, der sich vor einigen Wochen gegen Dänemark mal wieder in Höchstform präsentierte und es fertig bringt, sich in seinem eigenen Fünfmeterraum zu verlaufen.

Rock it like Poldi!

Das ist anstrengend, so ein Blog. Nicht mal in Ruhe Boulevardpresse kann man lesen, ohne auf Stoff für einen Beitrag zu stoßen. Stoff im wörtlichen Sinne. Eine mehr oder weniger geschäftstüchtige Dame hat die Idee, aus Fußballtrikots Röcke zu nähen. Das kannst Du gut finden oder auch nicht. Wir können auch über die Rechtesituation diskutieren, schließlich sind Werbung und Vereinsemblem geschützt.
Bemerkenswert finde ich allerdings den Poldi-Rock. Nicht so sehr wegen der Rückseite mit Nummer und Name des Spielers. Was mich kurz vor dem Wochenende wirklich hibbelig macht, ist die Vorderseite dieses Rockes. Mitten drauf prangt ein großes Dreieck, darauf die Worte "funnyfrisch". Ich weiß, dass das unser alter Werbepartner ist, aber trotzdem, so ganz jugendfrei ist das nicht!

Was sich Berliner so unter Anarchie vorstellen

Der Berliner Schauspieler Otto Sander wird in einem Interview mit der Zeitschrift Galore mit diesem eigenen Zitat konfrontiert: "Im Kopf und im Theater muss Anarchie herrschen."
Er erläutert es so: "Es geht um eine positive Form der Regellosigkeit, der Regelüberschreitung, wenn Sie so wollen. Natürlich sollte man, wenn eine Ampel rot ist, nicht über die Straße gehen."
Der letzte Satz erstaunt den Rheinländer. In Köln betrachtet man eine rote Ampel nicht als Verbot, die Straße zu überqueren, sondern als eine Art freundlicher Empfehlung, doch mal
1. zu schauen, ob Kinder in der Nähe sind,
2. zu gucken, ob gerade ein Polizeiwagen in Sichtweite rumkurvt,
3. darauf zu achten, ob vielleicht ein Auto angebraust kommt.
Kann der Rheinländer alle drei Fragen mit nein beantworten, überquert er die Straße. Schließlich ist er erwachsen und lässt sich von einem kleinen roten Männlein nicht vorschreiben, wo er wie lange zu warten hat.
Beim Lesen von Otto Sanders Sätzen kommt mir Lenin in den Sinn und seine Aussage, dass die Deutschen erst eine Fahrkarte kaufen, bevor sie einen Bahnsteig stürmen. Ich wusste gar nicht, dass Lenin noch aktuell ist.
In der gleichen Ausgabe der Galore lässt sich "Zimmer frei"-Moderatorin Christine Westermann mit dem FC-Geißbock zwischen den Beinen fotografieren. Ich weiß nicht, was Frau Westermann damit ausdrücken will, bin aber brennend daran interessiert, es zu erfahren.

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