Jenseits ihrer Möglichkeiten
Nach diesem Wochenende wird mal wieder fröhlich auf die Schiedsrichter eingeprügelt und auch wenn sich die Männer, die früher schwarz trugen, gerne als sakrosant sehen: Sie verdienen diese Prügel.
Diskutiert werden dabei die auffälligsten Fehlleistungen: Florian Meyers Auftritt in Hamburg, der offenbar Uil Hoeneß Aufforderung zum Schutz seiner Spieler etwas zu sehr beherzigt hat. Manuel Gräfes unsicherer Auftritt beim Spiel des 1. FC Köln bei den Löwen, der vielleicht einfach zeigen wollte, dass sich ein deutscher Schiedsrichter nicht von Christoph Daum der Verschwörung bezichtigen lässt.
Dabei sind solche miserablen Schiedsrichterleistungen, aus welchen Gründen auch immer sie zustandekommen (möglicherwiese haben beide tatsächlich ihr bestes gegeben und überzeugt objektiv und unbeeinflusst entschieden) nicht einmal das wirkliche Ärgernis.
Eine Situation wie gestern Abend in Freiburg ist da schon typischer: Hoffenheims Jaissle bringt Freiburgs Sanou fast einen Meter vor dem Strafraum zu Fall. Freiburg gewinnt das Spiel durch den folgenden Elfmeter.
Solche Fehler passieren den Schiedsrichtergespannen in der Liga zuhauf. Nicht alle führen zu so krassen Benachteiligungen, sie verteilen sich auch meist gleichmäßig auf beide Mannschaften. Aber wer regelmäßig Fußball im Stadion verfolgt, staunt immer wieder aufs Neue, dass der Ball auch einen halben Meter im Aus noch weitergespielt werden darf, dass ein Abwehrspieler am Torpfosten das Abseits nicht aufhebt oder dass ein Torwart beim Abschlag mit dem Ball ruhig einmal aus dem Strafraum hinaus laufen darf wie Jenas unglücklicher Torhüter Jensen beim Spiel in Köln.
Wie ein Schiedsrichtergespann dann noch schnelle, hektische, schlecht einzusehende Zweikämpfe korrekt beurteilen kann, ist mir ein Rätsel.
Ich will nicht einmal abstreiten, dass die Schiedsrichter ihr bestes geben. Aber das Spiel hat sich in den letzten dreißig Jahren extrem verändert: es ist schneller geworden, athletischer, intensiver, die Räume sind enger, die Zahl der Zweikämpfe ist höher.
Nur die Schiedsrichter arbeiten auf dem Feld noch so, als würden ein Overath oder Netzer unbehelligt mit dem Ball am Fuß über das halbe Feld spazieren können und nicht als würde sich auf einen Ribery schon bei der Ballannahme ein Pärchen von Gegenspielern stürzen.
Anders gesagt: die Kombination aus einem Schiedsrichter und zwei Linienrichtern ist längst nicht mehr zeitgemäß.
Statt alle zwei bis drei Wochen über die Fehler einzelner Spielleiter zu debattieren, wäre es an der Zeit darüber nachzudenken, mit welchen Mitteln die Schiedsrichter sich den veränderten Bedingungen des Spiels anpassen können. Denn aktuell agieren sie deutlich jenseits ihrer Möglichkeiten.
Diskutiert werden dabei die auffälligsten Fehlleistungen: Florian Meyers Auftritt in Hamburg, der offenbar Uil Hoeneß Aufforderung zum Schutz seiner Spieler etwas zu sehr beherzigt hat. Manuel Gräfes unsicherer Auftritt beim Spiel des 1. FC Köln bei den Löwen, der vielleicht einfach zeigen wollte, dass sich ein deutscher Schiedsrichter nicht von Christoph Daum der Verschwörung bezichtigen lässt.
Dabei sind solche miserablen Schiedsrichterleistungen, aus welchen Gründen auch immer sie zustandekommen (möglicherwiese haben beide tatsächlich ihr bestes gegeben und überzeugt objektiv und unbeeinflusst entschieden) nicht einmal das wirkliche Ärgernis.
Eine Situation wie gestern Abend in Freiburg ist da schon typischer: Hoffenheims Jaissle bringt Freiburgs Sanou fast einen Meter vor dem Strafraum zu Fall. Freiburg gewinnt das Spiel durch den folgenden Elfmeter.
Solche Fehler passieren den Schiedsrichtergespannen in der Liga zuhauf. Nicht alle führen zu so krassen Benachteiligungen, sie verteilen sich auch meist gleichmäßig auf beide Mannschaften. Aber wer regelmäßig Fußball im Stadion verfolgt, staunt immer wieder aufs Neue, dass der Ball auch einen halben Meter im Aus noch weitergespielt werden darf, dass ein Abwehrspieler am Torpfosten das Abseits nicht aufhebt oder dass ein Torwart beim Abschlag mit dem Ball ruhig einmal aus dem Strafraum hinaus laufen darf wie Jenas unglücklicher Torhüter Jensen beim Spiel in Köln.
Wie ein Schiedsrichtergespann dann noch schnelle, hektische, schlecht einzusehende Zweikämpfe korrekt beurteilen kann, ist mir ein Rätsel.
Ich will nicht einmal abstreiten, dass die Schiedsrichter ihr bestes geben. Aber das Spiel hat sich in den letzten dreißig Jahren extrem verändert: es ist schneller geworden, athletischer, intensiver, die Räume sind enger, die Zahl der Zweikämpfe ist höher.
Nur die Schiedsrichter arbeiten auf dem Feld noch so, als würden ein Overath oder Netzer unbehelligt mit dem Ball am Fuß über das halbe Feld spazieren können und nicht als würde sich auf einen Ribery schon bei der Ballannahme ein Pärchen von Gegenspielern stürzen.
Anders gesagt: die Kombination aus einem Schiedsrichter und zwei Linienrichtern ist längst nicht mehr zeitgemäß.
Statt alle zwei bis drei Wochen über die Fehler einzelner Spielleiter zu debattieren, wäre es an der Zeit darüber nachzudenken, mit welchen Mitteln die Schiedsrichter sich den veränderten Bedingungen des Spiels anpassen können. Denn aktuell agieren sie deutlich jenseits ihrer Möglichkeiten.
Suedtribuene - 4. Sep, 12:42
immerkicken (anonym) - 4. Sep, 14:58
Yes, alles richtig analysiert (mal abgesehen vom Jenaer Spitzenkeeper - hieß der nicht Kasper Jensen?). Bei Gräfes Auftritt in München - und ich meine den Zweikampf zwischen Gebhart und Helmes, nicht den Elfer - muss man sich aber schon fragen, ob diese Entscheidung nicht Unvermögen sondern Absicht war. Zweikampf mit dem Rücken zum Schiri, Linienrichter kann alles sehen und hebt die Fahne - da muss man schon viel Chuzpe haben um da weiter spielen zu lassen. Naja, es gleicht sich hoffentlich, wie so vieles im Leben, irgendwann wieder einmal aus.
Suedtribuene - 4. Sep, 16:02
Ups,
so hieß er und der Vorname passt auch noch so gut zu ihm.
Scheinbar sind wir beide schon schiedsrichterkritikstrafengestört: "unsicher" und "Chuzpe" sind bei einer solchen Situation freundliche Umschreibungen. Sehr freundliche Umschreibungen. Aber wir wollen ja auch nicht gesperrt werden.
Scheinbar sind wir beide schon schiedsrichterkritikstrafengestört: "unsicher" und "Chuzpe" sind bei einer solchen Situation freundliche Umschreibungen. Sehr freundliche Umschreibungen. Aber wir wollen ja auch nicht gesperrt werden.
Dülp - 4. Sep, 23:26
Ich frage mich schon seit Jahren, warum an einer Institution wie einem Amateur-Schiedsrichter festgehalten wird, wenn der tatsächlich mit einem Pfiff über Millionen von Euros entscheidet.
Da fängt es mit der Professionalisierung schon an. Und sie müsste wie du richtig schreibst auf dem Spielfeld noch viel weiter gehen. Seltsamerweise sind auch da, wie in der Trainingsmethodik und anderen Bereichen, Wald- und Wiesensportarten dem Fußball Lichtjahre voraus.
Komisch, dass sich da nicht viel mehr Vereinsfunktionäre drüber aufregen, statt immer nur billig der gerade eingesetzten armen Sau den schwarzen Peter zuzuschieben.
Da fängt es mit der Professionalisierung schon an. Und sie müsste wie du richtig schreibst auf dem Spielfeld noch viel weiter gehen. Seltsamerweise sind auch da, wie in der Trainingsmethodik und anderen Bereichen, Wald- und Wiesensportarten dem Fußball Lichtjahre voraus.
Komisch, dass sich da nicht viel mehr Vereinsfunktionäre drüber aufregen, statt immer nur billig der gerade eingesetzten armen Sau den schwarzen Peter zuzuschieben.
dogfood (anonym) - 5. Sep, 08:36
Meine drei Lieblingsideen sind dabei:
1.) wie im American Football sollten sich die Schiedsrichter eindeutige Arm-/Handzeichen zulegen um nach außen hin zu zeigen, was für einen Regelverstoß sie gepfiffen haben -> Transparenz
2.) wie im Rugby sollten sie offene Mikrophone haben, so dass der Fernsehzuschauer (und DFB) besser kontrollieren kann, ob und was der Schiedsrichter sagt bzw. was die Spieler zum Schiri sagen. Effekt: da sie über Mikro kontrolliert werden können, sind die Schiedsrichter bestrebt das Spiel verstärkt über Rhetorik zu lenken statt gleich Karten zu ziehen.
3.) wie im American Football findet am Tag nach den Spielen in der Schiedsrichterzentrale eine nochmalige Kontrolle des Spiels statt und bei krassen Fehlentscheidungen werden diese per Presseerklärung öffentlich gemacht und sich beim Benachteiligten offiziell entschuldigt. Das würde den Daums dieser Welt die Möglichkeit nehmen, Monate später an Verschwörungen zu stricken.
1.) wie im American Football sollten sich die Schiedsrichter eindeutige Arm-/Handzeichen zulegen um nach außen hin zu zeigen, was für einen Regelverstoß sie gepfiffen haben -> Transparenz
2.) wie im Rugby sollten sie offene Mikrophone haben, so dass der Fernsehzuschauer (und DFB) besser kontrollieren kann, ob und was der Schiedsrichter sagt bzw. was die Spieler zum Schiri sagen. Effekt: da sie über Mikro kontrolliert werden können, sind die Schiedsrichter bestrebt das Spiel verstärkt über Rhetorik zu lenken statt gleich Karten zu ziehen.
3.) wie im American Football findet am Tag nach den Spielen in der Schiedsrichterzentrale eine nochmalige Kontrolle des Spiels statt und bei krassen Fehlentscheidungen werden diese per Presseerklärung öffentlich gemacht und sich beim Benachteiligten offiziell entschuldigt. Das würde den Daums dieser Welt die Möglichkeit nehmen, Monate später an Verschwörungen zu stricken.
DonParrot - 5. Sep, 09:04
Ich glaube nicht, dass so genannte Profi-Schiedsrichter daran irgendwas ändern würden. Abgesehen davon, dass die auch heute schon keine Amateure mehr sind. TV-Beweis und mehr Elektronik sind die Lösung. Meiner Ansicht nach jedenfalls.
Dülp - 5. Sep, 11:40
Heute sind die Schiris irgendwo zwischen Amateur und Profi. Von der Bezahlung könnten sie schon leben, allerdings kann eine solche Karriere auch sehr schnell zu Ende sein und ist deswegen eine unsichere Sache. Alle mir bekannten Unparteiischen haben jedenfalls noch einen Hauptbroterwerb. Und das ist doch die Definition eines Amateurs, dass er dem Sport nicht hauptberuflich nachgeht.
Mir geht es auch weniger um die Ernsthaftigkeit, mit der die Sache betrieben wird, als vielmehr a) um die Anerkennung und Wertschätzung von Verbandsseite und b) um ein Zeichen nach Außen, dass man auch diesen bereich soweit Professionalisiert wie es geht.
Mir geht es auch weniger um die Ernsthaftigkeit, mit der die Sache betrieben wird, als vielmehr a) um die Anerkennung und Wertschätzung von Verbandsseite und b) um ein Zeichen nach Außen, dass man auch diesen bereich soweit Professionalisiert wie es geht.
Oly (anonym) - 5. Sep, 13:34
Würg
mir wird schlecht wenn ich hier das Wort Elektronik und TV Beweis höre. 1. das Spiel würde so langweilig wie American-Football werden weil ständig unterbrochen und 2. Elektonik allerhöchstens für Ball drin oder nicht. Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern gehören einfach zum Spiel und wenn´s die net mer gebe, was hätt´mer denn dann am Montag bzw. Dienstag in der Arbeit an der Uni oder in der Schule zu erzählen ? Hä?
DonParrot - 5. Sep, 13:46
Ich weiß wirklich nicht, warum Fehlentscheidungen zum Spiel dazugehören müssen? Das ist doch hanebüchen.
Und was hast Du gegen den TV-Beweis und die Elektronik? Beim Eishockey - immerhin der schnellste Mannschaftssport der Welt - funktioniert das doch auch. Wo ist das Problem?
Und was hast Du gegen den TV-Beweis und die Elektronik? Beim Eishockey - immerhin der schnellste Mannschaftssport der Welt - funktioniert das doch auch. Wo ist das Problem?
Oly (anonym) - 5. Sep, 15:00
Ja genau
da stehen dann alle um den Fernseher und schauen und schauen was passiert ist. Ich geh dann mal 10 Minuten mein Bier holen und komm dann wenns weitergeht.....
Durch Fehler fallen Tore, auch durch Fehlentscheidungen, aber des gleicht sich über die Saison schon aus, da muss man erlich sein. Dass jemand wie CD am 3 Spieltag die Men in black beschipft ist ok bei der Anhäufung der Entscheidungen gegen den FC, aber mal ehrlich, es zeigt auch wie Dünnheutig Erfolgsdruck machen kann und ich denke der ist in Köln wirklich hoch von allen Seiten...
Durch Fehler fallen Tore, auch durch Fehlentscheidungen, aber des gleicht sich über die Saison schon aus, da muss man erlich sein. Dass jemand wie CD am 3 Spieltag die Men in black beschipft ist ok bei der Anhäufung der Entscheidungen gegen den FC, aber mal ehrlich, es zeigt auch wie Dünnheutig Erfolgsdruck machen kann und ich denke der ist in Köln wirklich hoch von allen Seiten...
Stefan (Weltsicht Südtribüne) (anonym) - 5. Sep, 15:04
Also,
Pro Profi-Schiedsrichter, weil die mehr Zeit mit Fehleranalyse, Spielvorbereitung, Fitnesstraining, Einstellen auf bestimmte Spielszenen etc. verbringen können.
Das ist für mich nicht nur eine Frage von Anerkennung und Wertschätzung, sondern bietet in meinen Augen handfeste Vorteile (s.o.)
Welche Elektronik wo einsetzbar ist, muss man sich halt überlegen. Sie als Hilfsmittel pauschal zu verdammen ist jedenfalls dumm. Passt aber zur Denke in diesem Sport. (Danke für den Hinweis aufs Eishockey)
Gleiches gilt für den Videobeweis. Da weise ich mal daraufhin, dass sich neben dem Spielfeld sowieso schon ein vierter Schiedsrichter langweilt. Der kann sich auch an einem Monitor langweilen.
Wir könnten dann montags z.B. übers Spiel oder die Taktik reden.
Mehr Transparenz im Spiel und nach dem Spiel (mehr Selbstkritik der Schiedsrichter und ihrer Vertreter eingeschlossen) wäre sicherlich auch eine Hilfe.
Bei der WM 2002 ist mir übrigens der Schotte Dallas positiv wegen klarer und verständlicher Gestik aufgefallen. Das geht also auch heute schon, auch im Fußball.
Ein letztes: Man kann sowohl über einen zweiten Schiedsrichter als auch über zusätzliche Assistenten an den Torauslinien nachdenken.
Das ist für mich nicht nur eine Frage von Anerkennung und Wertschätzung, sondern bietet in meinen Augen handfeste Vorteile (s.o.)
Welche Elektronik wo einsetzbar ist, muss man sich halt überlegen. Sie als Hilfsmittel pauschal zu verdammen ist jedenfalls dumm. Passt aber zur Denke in diesem Sport. (Danke für den Hinweis aufs Eishockey)
Gleiches gilt für den Videobeweis. Da weise ich mal daraufhin, dass sich neben dem Spielfeld sowieso schon ein vierter Schiedsrichter langweilt. Der kann sich auch an einem Monitor langweilen.
Wir könnten dann montags z.B. übers Spiel oder die Taktik reden.
Mehr Transparenz im Spiel und nach dem Spiel (mehr Selbstkritik der Schiedsrichter und ihrer Vertreter eingeschlossen) wäre sicherlich auch eine Hilfe.
Bei der WM 2002 ist mir übrigens der Schotte Dallas positiv wegen klarer und verständlicher Gestik aufgefallen. Das geht also auch heute schon, auch im Fußball.
Ein letztes: Man kann sowohl über einen zweiten Schiedsrichter als auch über zusätzliche Assistenten an den Torauslinien nachdenken.
Stefan (Weltsicht Südtribüne) (anonym) - 5. Sep, 15:07
Vielleicht
würde das niemanden stören, wenn Du Dir ein Bier holst, Oly?
:-P
Nein, im Ernst: Wir beenden die Diskussion hier und dafür darf jeder auf Franck Ribery eintreten wie er mag.
Davon abgesehen gibt es den Videobeweis schon längst in nachträglichen Verfahren.
Und wenn es Dich überfordert Dir vorzustellen, dass man so etwas auch schneller abwickeln kann, tut es mir leidum Dein Vorstellungsvermögen.
:-P
Nein, im Ernst: Wir beenden die Diskussion hier und dafür darf jeder auf Franck Ribery eintreten wie er mag.
Davon abgesehen gibt es den Videobeweis schon längst in nachträglichen Verfahren.
Und wenn es Dich überfordert Dir vorzustellen, dass man so etwas auch schneller abwickeln kann, tut es mir leidum Dein Vorstellungsvermögen.
Oly (anonym) - 5. Sep, 15:23
Irgendwie
find ich´s jetzt schon lustig, der Uli fordert Offensivspielerschutz (Es wurde nie von Bayernartenschutz von ihm gesprochen) und du willst auf FR eintreten lassen. Sorry ich hab echt zu wenig Vorstellungsvermögen, welchen Unterschied es zw. FR und Helmes geben soll (außer im Spielerischen). Helmes, der Offensivspieler, wird gefoult und hinten gibt´s bei euch Elfer du du findest des i.O.?????
Wie oft wird denn auch bei Linienführung im Fernsehen diskutiert ob Abseits oder nicht??? Und selbst dann, wer sagt, dass das "Auge" auch wirklich die richtige Perspektive gibt. Seit dem Helmerphantomtor zählt die Tatsachenentscheidung und das ist gut so.
Wie oft wird denn auch bei Linienführung im Fernsehen diskutiert ob Abseits oder nicht??? Und selbst dann, wer sagt, dass das "Auge" auch wirklich die richtige Perspektive gibt. Seit dem Helmerphantomtor zählt die Tatsachenentscheidung und das ist gut so.
ssternburg (anonym) - 6. Sep, 10:32
Eine echte Professionalisierung der Schiedsrichter ab - sagen wir - der dritten Liga wäre nicht nur eine eine sinnvolle Sache, sondern auch eine längst überfällige Prioritätensetzung der im Gesamtsystem Profifussball engesetzten Mittel. Wie viele hochprofessionelle Angestellte leisten sich Vereine und Verband im Bereich der Spielerbetreuung, wie viele im Bereich des Marketings, der Verwaltung, der kaufmännischen Geschäftsführung etc.?
Mal ein Gedankenexperiment: Eine abstrus talentierte Thekenmannschaft spielt nur aus Spaß und als Vollamateure und steigt bis in die obersten Spielklassen auf. Wie viele durch Auflagen der DFL entstehende Kosten _muss_ diese bestreiten, um auch nur am Spielbetrieb im Profibereich teilnehmen zu können? Sicherheitsdienst, (für alle Beteiligten) erstklassiges Stadion, Jugendarbeit, Verbandsabgabe, ein ausgebildeter Übungsleiter, der auch selten umsonst arbeitet...
Aber die Schiedsrichter, also der Hauptaspekt für Chancengleicheit und positiver Außendarstellung des Produktes, sind Halbamateure. Das ist doch grotesk. Als würden die Vereine sich einigen, aus Kostengründen die Spieler ab Morgen auf Socken antreten zu lassen.
Ansonsten finde ich dogfoods Gedanken schon ganz gut. Bis auf das offene Mikro. Ehrlich gesagt, hätte ich als Schiri da keinen Bock drauf.
Zum Videobeweis sind die Argumente schon oft genug gewendet worden. Aber ein anderer Verweis auf das Eishockey: Mit zwei gleichberechtigten Hauptschiedsrichtern zu arbeiten, ist dort Alltag. Warum geht das nicht auch im Fussball? Und warum nicht die Mittel für die Linienrichter verdoppeln, und mit vier Mann garantiert immer einen ausgeruhten auf Ballhöhe haben? Das könnte man sogar von heute auf morgen haben, Abstimmungsprobleme sollten sich ja in Grenzen halten. Sieht evtl. etwas albern aus, aber was in einen Fussballstadion tut dies nicht.
Mal ein Gedankenexperiment: Eine abstrus talentierte Thekenmannschaft spielt nur aus Spaß und als Vollamateure und steigt bis in die obersten Spielklassen auf. Wie viele durch Auflagen der DFL entstehende Kosten _muss_ diese bestreiten, um auch nur am Spielbetrieb im Profibereich teilnehmen zu können? Sicherheitsdienst, (für alle Beteiligten) erstklassiges Stadion, Jugendarbeit, Verbandsabgabe, ein ausgebildeter Übungsleiter, der auch selten umsonst arbeitet...
Aber die Schiedsrichter, also der Hauptaspekt für Chancengleicheit und positiver Außendarstellung des Produktes, sind Halbamateure. Das ist doch grotesk. Als würden die Vereine sich einigen, aus Kostengründen die Spieler ab Morgen auf Socken antreten zu lassen.
Ansonsten finde ich dogfoods Gedanken schon ganz gut. Bis auf das offene Mikro. Ehrlich gesagt, hätte ich als Schiri da keinen Bock drauf.
Zum Videobeweis sind die Argumente schon oft genug gewendet worden. Aber ein anderer Verweis auf das Eishockey: Mit zwei gleichberechtigten Hauptschiedsrichtern zu arbeiten, ist dort Alltag. Warum geht das nicht auch im Fussball? Und warum nicht die Mittel für die Linienrichter verdoppeln, und mit vier Mann garantiert immer einen ausgeruhten auf Ballhöhe haben? Das könnte man sogar von heute auf morgen haben, Abstimmungsprobleme sollten sich ja in Grenzen halten. Sieht evtl. etwas albern aus, aber was in einen Fussballstadion tut dies nicht.
Oly (anonym) - 6. Sep, 12:09
Ich
bin zufrieden, wie es ist auch wenn´s mir manchmal stinkt. Aber wenn ich mir überlege, dass ich mir ein langweiliges 0:0 120 min wegen evtl Schiedrichterfehlentscheidungsdiskussionen anschauen zu müssen, ne danke dann lieber einen Herzinfarkt wegen eines gewunkenen gefühlten Nichtabseitstores oder einer Gelbroten wegen vermeindlichen Foulspiels. Und was soll ein Profischiedsrichter anders machen. Die jetzigen sind doch auch schon keine richtigen Amateure mehr. Und wer weiß vielleich steigt der FC am 34. Spieltag in Kaiserslautern in der 90 min durch einen Elfer von Popetiapaule auf, den Chihid durch eine emens gute Schwalbe rausgeholt hat. Südtribüne, würdest du dann immer noch 100%ig zu deiner Meinung stehen oder wäre das dann clever?
Stefan (Weltsicht Südtribüne) (anonym) - 6. Sep, 12:51
Im Prinzip
würde ich auch neben einer Professionalisierung und mehr Transparenz eher auf zusätzliche Schiedsrichter setzen als auf Videobeweis oder Elektronik.
Letzteres wäre vermutlich allein Hilfsmittel für Abseits- oder Torentscheidungen.
Was ein professioneller Schiedsrichter anders machen könnte? Er hätte wesentlich mehr Zeit, seine Spielleitung nachzubereiten, Fehler zu analysieren, die Zusammenarbeit mit den Assistenten zu verbessern, sich fit zu halten, weiterzubilden, sich auf bestimmte Spielsituationen einzustellen, Spiele vorzubereiten, Kollegen zu coachen...
Un zu Olys letztem Punkt: Ich kann über Fußball auch abseits meiner Vereinsbrille diskutieren. Und: Nein, ich fänd's nicht clever. Zumal ich der Ansicht bin, dass am Ende nicht eine einzelne Situation entscheidet, sondern die Saisonleistung.
Letzteres wäre vermutlich allein Hilfsmittel für Abseits- oder Torentscheidungen.
Was ein professioneller Schiedsrichter anders machen könnte? Er hätte wesentlich mehr Zeit, seine Spielleitung nachzubereiten, Fehler zu analysieren, die Zusammenarbeit mit den Assistenten zu verbessern, sich fit zu halten, weiterzubilden, sich auf bestimmte Spielsituationen einzustellen, Spiele vorzubereiten, Kollegen zu coachen...
Un zu Olys letztem Punkt: Ich kann über Fußball auch abseits meiner Vereinsbrille diskutieren. Und: Nein, ich fänd's nicht clever. Zumal ich der Ansicht bin, dass am Ende nicht eine einzelne Situation entscheidet, sondern die Saisonleistung.
Oly (anonym) - 6. Sep, 13:43
Ich weiß es nicht
100% ig, aber ich glaube kaum, dass Herr Merk noch Zähne zieht.
Und zum letzten Punkt Stefan, wenn am 33 Spieltag Köln 4., Gladbach 3. mit 3 Punkten Vorsprung und Aachen 5. ist, gleich auf mit Köln, und d e r Elfer würd die Tabelle so drehen das ihr aufsteigt, wegen +1 Toren mehr, das wäre dann die Belohnung für den Saisonverlauf ?? Ich denke, dass wäre die Strafe für Gladbach und Aachen und ihr würdet schadenfroh lachen und singen, weil euch das G L Ü C K geküsst hat. So ehrlich solltest du sein egal ob mit oder ohne Brille.
Und zum letzten Punkt Stefan, wenn am 33 Spieltag Köln 4., Gladbach 3. mit 3 Punkten Vorsprung und Aachen 5. ist, gleich auf mit Köln, und d e r Elfer würd die Tabelle so drehen das ihr aufsteigt, wegen +1 Toren mehr, das wäre dann die Belohnung für den Saisonverlauf ?? Ich denke, dass wäre die Strafe für Gladbach und Aachen und ihr würdet schadenfroh lachen und singen, weil euch das G L Ü C K geküsst hat. So ehrlich solltest du sein egal ob mit oder ohne Brille.
DonParrot - 6. Sep, 13:47
Oly, sei mal ganz ehrlich: Hast Du das so gesehen, als Ihr 2003 (?) noch in letzter Minute Schalke abgefangen habt, weil der Schober zu blöde war?
Oly (anonym) - 6. Sep, 13:53
@ Don
ich klage doch nicht und sage der Schiri ist der Mann der das Sagen hat. Was meinst du wie oft ich gelb, gelbrot oder sonst was gesehen habe weil ich mit den Entscheidungen nicht einverstanden war. Aber es ist so und ich glaube es ist gut. Ich finde nur nach der Jammerattake gegen die Scwarzmänner von CD sehen sich viel Kölnerfans als Benachteiligte und ich glaube einfach nicht, dass das so ist und so stehn bleiben sollte.
Stefan (Weltsicht Südtribüne) (anonym) - 6. Sep, 14:16
Das wäre nicht die Belohnung
für den Saisonverlauf. Aber Meister oder Aufsteiger wird man nicht, weil man mal einen Elfmeter bekommt, den man nicht hätte kriegen dürfen, sondern weil man mehr Punkte hat als die anderen.
Ich bin erstaunt, dass ich das noch jemandem erklären muss.
Ich bin erstaunt, dass ich das noch jemandem erklären muss.
oly (anonym) - 6. Sep, 14:57
Manchmal
glaube ich du stellst dich einfach so dusslig an. Wenn der 5. bis zum 3. die gleich Punktzahl hat der 3. ein Tor besser als der vierte und fünfte und damit aufsteigt und der 3. der FC ist, der wegen eines geschunden Elfers aufsteigt findest du es (ohne FC-Brille) richtig weil es über die Saison gesehen gerecht ist??? Schüttel
Arno (anonym) - 6. Sep, 15:33
Da...
...die Annahme ungültig ist, ist dieses Argument hinfällig. Der FC wird ja immer benachteiligt, kann also gar nicht den Elfmeter zugesprochen bekommen... *duck* ;-)
Stefan (Weltsicht Südtribüne) (anonym) - 6. Sep, 16:15
Eben.
CarstenK (anonym) - 5. Sep, 15:21
Meine 5 Cent
Zu dem Freiburgspiel:
In der Szene Elfmeter zu geben ist ein klarer Fehler des Linienrichters gewesen. Der Schiedsrichter konnte aus seiner Position die Entscheidung nicht treffen und hat daher per Blickkontakt den Assistenten befragt. Dieser hat dann Elfmeter gezeigt. Dies aber offensichtlich ohne die Szene ausreichend gut gesehen zu haben. Solche Fehlentscheidungen von Assistenten sind mit die häufigsten in letzter Zeit, da diese anscheinend zu ignorant sind, in den ein oder zwei Szenen in denen ihr Chef sie braucht mal zu sagen: "Ich habe es auch nicht richtig gesehen."
Der schlimmere Schiedsrichterfehler war allerdings die Ausführung des Elfmeters:
Da stehen zwei Schiedsrichter höchster Vergütungsklasse im Strafraum und sehen nicht, dass vor, während und nach Ausführung des Elfmeters ein Spieler von Freiburg seelenruhig im Strafstosskreis steht. Der Elfmeter also wiederholt werden MUSSTE (siehe entsprechende Regel).
Diese Situation hätte jeder Kreisligaschiedsrichter besser gehandhabt.
Zum TV-Beweis:
Ich halte den TV-Beweis im Fussball für ungeeignet, da die Unterbrechungen fehlen, und das Spiel nur sehr schlecht komplett mit Kameras zu überblicken ist.
Ich sehe häufig Live-Übertragungen von NFL-Spielen und selbst dort ist häufig das Ergebnis: Die Entscheidung bleibt, da man es auf den TV-Bildern nicht erkennen kann. Man bräuchte für zuverlässigen TV-Beweise dreidimensionale Bilder. Wer sich ab und an mal den Pfiff des Tages im Sportstudio ansieht, wird feststellen, dass sich auf diesen mehre Stunden lang zusammengesuchten Bildern nicht immer das erkennen lässt, was der Moderator erzählt.
Die einzige wirklich interessante technische Ergänzung wäre eine wie auch immer geartete Möglichkeit ein Tor oder Nicht-Tor in Echtzeit festzustellen.
Hilfreich für bessere Entscheidungsfindung auf dem Feld wäre eine Änderung des Schiedsrichterteams:
Zwei Hauptschiedsrichter auf dem Feld als eingespieltes Team. Degradierung der Assistenten zurück zu reinen Linienrichtern, die sich nur um Aus und Abseits kümmern.
Der fünfte Offizielle übernimmt dann die Aufgaben des bisherigen vierten Mannes. Also Einwechslungen, Anzeige von Informationen (Nachspielzeit) und Überwachung der Fifa-Regeln (Ausrüstung der Spieler und Verhalten der nicht direkt spielenden Teammitglieder).
Und dann mein Wunsch an die Fifa:
Änderung der Abseitsregel:
1.) Aufteilung des Feldes in drei Drittel. Abseits gilt für die angreifende Mannschaft nur im Tordrittel. Im Mitteldrittel kann also gefahrlos nach vorne gespielt werden.
2.) Es gibt kein passives Abseits mehr.
1 führt zwangsweise zu einem verändertem Abwehrverhalten, da ich 35m vor dem Tor keine Abseitsfalle mehr riskieren kann. Dadurch verteilen sich die Mannschaften weiter auf dem Feld und in den neuen Freiräumen kann wieder Fussball gespielt statt geprügelt werden.
2 ist eine Reaktion auf die Unmöglichkeit die Passivregel anzuwenden.
Ciao Carsten
In der Szene Elfmeter zu geben ist ein klarer Fehler des Linienrichters gewesen. Der Schiedsrichter konnte aus seiner Position die Entscheidung nicht treffen und hat daher per Blickkontakt den Assistenten befragt. Dieser hat dann Elfmeter gezeigt. Dies aber offensichtlich ohne die Szene ausreichend gut gesehen zu haben. Solche Fehlentscheidungen von Assistenten sind mit die häufigsten in letzter Zeit, da diese anscheinend zu ignorant sind, in den ein oder zwei Szenen in denen ihr Chef sie braucht mal zu sagen: "Ich habe es auch nicht richtig gesehen."
Der schlimmere Schiedsrichterfehler war allerdings die Ausführung des Elfmeters:
Da stehen zwei Schiedsrichter höchster Vergütungsklasse im Strafraum und sehen nicht, dass vor, während und nach Ausführung des Elfmeters ein Spieler von Freiburg seelenruhig im Strafstosskreis steht. Der Elfmeter also wiederholt werden MUSSTE (siehe entsprechende Regel).
Diese Situation hätte jeder Kreisligaschiedsrichter besser gehandhabt.
Zum TV-Beweis:
Ich halte den TV-Beweis im Fussball für ungeeignet, da die Unterbrechungen fehlen, und das Spiel nur sehr schlecht komplett mit Kameras zu überblicken ist.
Ich sehe häufig Live-Übertragungen von NFL-Spielen und selbst dort ist häufig das Ergebnis: Die Entscheidung bleibt, da man es auf den TV-Bildern nicht erkennen kann. Man bräuchte für zuverlässigen TV-Beweise dreidimensionale Bilder. Wer sich ab und an mal den Pfiff des Tages im Sportstudio ansieht, wird feststellen, dass sich auf diesen mehre Stunden lang zusammengesuchten Bildern nicht immer das erkennen lässt, was der Moderator erzählt.
Die einzige wirklich interessante technische Ergänzung wäre eine wie auch immer geartete Möglichkeit ein Tor oder Nicht-Tor in Echtzeit festzustellen.
Hilfreich für bessere Entscheidungsfindung auf dem Feld wäre eine Änderung des Schiedsrichterteams:
Zwei Hauptschiedsrichter auf dem Feld als eingespieltes Team. Degradierung der Assistenten zurück zu reinen Linienrichtern, die sich nur um Aus und Abseits kümmern.
Der fünfte Offizielle übernimmt dann die Aufgaben des bisherigen vierten Mannes. Also Einwechslungen, Anzeige von Informationen (Nachspielzeit) und Überwachung der Fifa-Regeln (Ausrüstung der Spieler und Verhalten der nicht direkt spielenden Teammitglieder).
Und dann mein Wunsch an die Fifa:
Änderung der Abseitsregel:
1.) Aufteilung des Feldes in drei Drittel. Abseits gilt für die angreifende Mannschaft nur im Tordrittel. Im Mitteldrittel kann also gefahrlos nach vorne gespielt werden.
2.) Es gibt kein passives Abseits mehr.
1 führt zwangsweise zu einem verändertem Abwehrverhalten, da ich 35m vor dem Tor keine Abseitsfalle mehr riskieren kann. Dadurch verteilen sich die Mannschaften weiter auf dem Feld und in den neuen Freiräumen kann wieder Fussball gespielt statt geprügelt werden.
2 ist eine Reaktion auf die Unmöglichkeit die Passivregel anzuwenden.
Ciao Carsten





Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen.
Und wenn ich das Argument "der Fußball lebt doch von solchen Fehlern" noch oft hören muss, dann platze ich.