Der blonde Engel in weiß
Bernd Schuster wird wenig überraschend Trainer bei Real Madrid. Ob das für beide Seiten eine gute Entscheidung ist, muss sich erst noch zeigen. Bisher war Schuster vor allem bei kleinen Vereinen erfolgreich, wo er mit wenig prominenten Spielern arbeiten konnte.
Aber schon eine störrische Diva wie Dorinel Munteanu beim 1. FC Köln stellte den mindestens ebenso eigenwilligen Trainer vor unlösbare Probleme.
In Madrid muss er mit Stars arbeiten. Da wird es nichts nutzen, auf der Trainerbank zu sitzen und nach einem Fehlpass verächtlich den Kopf zu schütteln und die Hand betont müde vor die Augen zu legen, wie er es einmal als Coach von Fortuna Köln bei einem Testspiel gegen den SV Weiden gemacht hat.
Die Spieler der Fortuna schauten nur kurz betreten zur Trainerbank, liefen danach allesamt einen Schritt schneller und spielten den Rest der Zeit fast fehlerfrei.
Ein Spieler von Real Madrid würde sich nach einer solchen Geste vermutlich beleidigt in den Mittelkreis setzen und auf den Schlusspfiff warten.
Aber schon eine störrische Diva wie Dorinel Munteanu beim 1. FC Köln stellte den mindestens ebenso eigenwilligen Trainer vor unlösbare Probleme.
In Madrid muss er mit Stars arbeiten. Da wird es nichts nutzen, auf der Trainerbank zu sitzen und nach einem Fehlpass verächtlich den Kopf zu schütteln und die Hand betont müde vor die Augen zu legen, wie er es einmal als Coach von Fortuna Köln bei einem Testspiel gegen den SV Weiden gemacht hat.
Die Spieler der Fortuna schauten nur kurz betreten zur Trainerbank, liefen danach allesamt einen Schritt schneller und spielten den Rest der Zeit fast fehlerfrei.
Ein Spieler von Real Madrid würde sich nach einer solchen Geste vermutlich beleidigt in den Mittelkreis setzen und auf den Schlusspfiff warten.
Suedtribuene - 11. Jul, 09:14





Ich mag Bernd Schuster
Deswegen würde es mich freuen, wenn er mit Real Erfolg hat. Von mir aus können die gerne die Champions League gewinnen.
Obwohl: Lieber sollen sie im Finale gegen Liverpool verlieren.
Ich mag den ja auch.
Mich interessieren
Ich hatte bisher die Beobachtung gemacht, daß Freunde des Fussballs dazu neigen, den gesamten Globus mit einem feingesponnenen Netz von Sympathie und (v.a.) Antipathie zu überziehen.
Was auch nur eine sinnvolle Abwehrreaktion ist: Nichts ist langweiliger, als ein Fussballspiel, bei dem einem der Ausgang egal ist. Aber, wenn man einer der Mannschaften auch nur ein kleines bisschen mehr oder weniger Sympathie entgegenbringt...
Hätte jetzt nicht vermutet, daß du genug Fanatismus aufbringst, um die (ebenso klassische) 'Mich-interessiert-allein-mein-Verein'-Haltung auf Dauer ohne psychische Schäden zu überleben.
Wer sagt,
Zu meinen sonstigen internationalen Vorlieben habe ich mich aber schon einmal geäußert.
Witzig..
Ebenfalls witzig: Auch ich bin angeblich 'via Fanfreundschaft (...) mit dem FC Liverpool verwandt'. Aber ich habe schon sehr lange den Eindruck, daß Fanfreundschaften mit Liverpool etwas, nunja, unausgewogen sind. Ephraim Kischon schrieb mal, daß die Hälfte aller Bürger Israels Sekretär bei Ben Gurion war.So ähnlich dürfte es hier sein.
Gilt das mittlerweile
Marseille ist eine Klasse-Stadt. Man sollte allerdings wissen, wo man hingehen kann. Und wohin nicht.
Das gleiche habe ich auch schon gehört.
Trotzdem erscheint mir dieses Liverpool-Ding irgendwie spezieller. Mein Eindruck ist, das Liverpool überall als Legende des 'Supports' wahrgenommen wird, und man sich da gerne ranhängt. Und da die Leute keine Fan-Erfolgsfans sein wollen, bilden sie halt eine Fanfreundschaft. Ich war noch nie bei den FPMG-Fahrten nach Liverpool dabei, aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, das mich dort ständig wildfremde Menschen zum Bier einladen würden, weil ich ein Gladbach-Trikot trage...