Kill your Alleinstellungsmerkmal
Der Geißbock soll beim 1.FC Köln zurück in die zweite Reihe. Aus Ermangelung anderer sportlicher Idole rückten die Werber des Vereins Geißbock Hennes VII. in den vergangenen Jahren in den Mittelpunkt der meisten Kampagnen.
Es musste ein Lukas Podolski aus der A-Jugend in den Profi-Kader aufrücken, um dem Geißbock Konkurrenz zu machen, und dafür zu sorgen, dass der 1.FC Köln auch sportlich mal wieder für gute Schlagzeilen machte.
Nun aber hat der 1.FC Köln seine Marketing-Agentur gewechselt und alles muss anders werden. Schließlich muss so eine Agentur diesen Wechsel ja rechtfertigen.
Also wird Hennes aus den Kampagen des Vereins herausgenommen und durch "die Wortmarke FC" (alle Zitate aus dem Geißbockecho) ersetzt. Dietmar Jähn von der Agentur facts + fiction nennt die Schlagworte, die er mit dieser "Wortmarke" in Verbindung bringen will:
"Dynamisch, auffällig, aggressiv und temperamentvoll sowie eigenwillig und kraftvoll - der FC eben".
Nun muss niemand Geißbock Hennes für die größte Werbeerfindung des Weltsports halten. Ein Alleinstellungsmerkmal des Vereins ist das lebende Maskottchen in jedem Fall.
Dynamisch, auffällig, aggressiv, temperamentvoll, eigenwillig, kraftvoll hingegen sind leere Werberfloskeln, die jeder beliebige Sportverein, egal ob Kreisklasse oder Champions League, egal ob Fußball, Eishockey oder Curling für sich reklamieren würde. Und etwa 120.000 Unternehmen aus anderen Branchen auch.
Beliebigkeit statt Besonderheit scheint das neue Motto zu sein.
Dabei hat der Verein laut eigenem Bekunden tatsächlich ein Problem. Denn Innensicht und Außendarstellung sind nicht dasselbe.
Der Verein (und mit ihm vor allen seine Verantwortlichen) sieht sich selbst als hochprofessionell und dynamisch, verweist gerne auf die gute Bonität, die vielen Mitglieder (dank Hennes-Kampagne) etc.
Von außen betrachtet aber scheint der 1.FC Köln mit seinem sangesfreudigen Anhang und den sportlichen Mißerfolgen eher ein chaotischer, klüngeliger Spaßclub zu sein.
Dieses Mißverhältnis soll facts + fiction nun ändern. Allerdings scheinen sie sich nicht getraut zu haben, den neuen Kunden darauf hinzuweisen, dass er möglicherweise nicht so professionell ist, wie er sich sieht.
Denn wer aus diesen angeblich enormen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Vereins nur einen Fahrstuhlclub formt, macht möglicherweise irgendwas verkehrt.
Hennes, darin sind sich alle einig, ist dafür allerdings nicht verantwortlich.
Es musste ein Lukas Podolski aus der A-Jugend in den Profi-Kader aufrücken, um dem Geißbock Konkurrenz zu machen, und dafür zu sorgen, dass der 1.FC Köln auch sportlich mal wieder für gute Schlagzeilen machte.
Nun aber hat der 1.FC Köln seine Marketing-Agentur gewechselt und alles muss anders werden. Schließlich muss so eine Agentur diesen Wechsel ja rechtfertigen.
Also wird Hennes aus den Kampagen des Vereins herausgenommen und durch "die Wortmarke FC" (alle Zitate aus dem Geißbockecho) ersetzt. Dietmar Jähn von der Agentur facts + fiction nennt die Schlagworte, die er mit dieser "Wortmarke" in Verbindung bringen will:
"Dynamisch, auffällig, aggressiv und temperamentvoll sowie eigenwillig und kraftvoll - der FC eben".
Nun muss niemand Geißbock Hennes für die größte Werbeerfindung des Weltsports halten. Ein Alleinstellungsmerkmal des Vereins ist das lebende Maskottchen in jedem Fall.
Dynamisch, auffällig, aggressiv, temperamentvoll, eigenwillig, kraftvoll hingegen sind leere Werberfloskeln, die jeder beliebige Sportverein, egal ob Kreisklasse oder Champions League, egal ob Fußball, Eishockey oder Curling für sich reklamieren würde. Und etwa 120.000 Unternehmen aus anderen Branchen auch.
Beliebigkeit statt Besonderheit scheint das neue Motto zu sein.
Dabei hat der Verein laut eigenem Bekunden tatsächlich ein Problem. Denn Innensicht und Außendarstellung sind nicht dasselbe.
Der Verein (und mit ihm vor allen seine Verantwortlichen) sieht sich selbst als hochprofessionell und dynamisch, verweist gerne auf die gute Bonität, die vielen Mitglieder (dank Hennes-Kampagne) etc.
Von außen betrachtet aber scheint der 1.FC Köln mit seinem sangesfreudigen Anhang und den sportlichen Mißerfolgen eher ein chaotischer, klüngeliger Spaßclub zu sein.
Dieses Mißverhältnis soll facts + fiction nun ändern. Allerdings scheinen sie sich nicht getraut zu haben, den neuen Kunden darauf hinzuweisen, dass er möglicherweise nicht so professionell ist, wie er sich sieht.
Denn wer aus diesen angeblich enormen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Vereins nur einen Fahrstuhlclub formt, macht möglicherweise irgendwas verkehrt.
Hennes, darin sind sich alle einig, ist dafür allerdings nicht verantwortlich.
Suedtribuene - 20. Okt, 16:28
darkrond - 20. Okt, 18:30
ob der vorstand einfach lust gehabt hat, mal wieder sinnlos tausende euros zu verpulvern? vielleicht ein bisschen nach dem beamten-credo: das finanzjahr ist bald rum, lasst uns noch schnell das budget rauspfeffern, damit es im kommenden jahr nicht gesenkt wird?
Suedtribuene - 23. Okt, 12:01
Vermutlich
waren es die Poldi-Millionen, die sie da unters Volk bringen.





Wie sie mich nerven, diese Phrasendrescher aus den Marketing-Abteilungen. Keine Ahnung von der Materie, aber glauben, ihre zynische Einstellung jeden 'Produkt' einfach überstülpen zu können.
Allerdings verstehe ich auch nicht, warum der FC bei seiner ja momentan nun wirklich extrem großen Popularität weit über Köln hinaus - und das trotz des nur mäßigen sportlichen Erfolgs - die Marketing-Agentur wechselt. Was soll das? Anscheinend haben die Jungs doch alles richtig gemacht. Oder?
Von außen betrachtet
Die Argumentation für den Wechsel ging wahrscheinlich so:
"Wir sind in allen wesentlichen Belangen unter den Top 5 der deutschen Fußballvereine. Trotzdem glauben alle wir wären ein Fahrstuhlclub. Das muss geändert werden, lass uns die Marketingagentur wechseln."